Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.

Sensaru S2: Einzelsensoren zu Gesamtsystem bündeln

Das Zusammenspiel der Komponenten in der neuen Hardware-Plattform. Bild: Sensaru / SHT / K. Klotz

Mit S2 stellt die Sensaru GmbH die neue Generation ihres Energiemanagers für Wohngebäude und Bürokomplexe vor. Aus Einzelsensoren werde nun ein „intelligent orchestriertes“ Gesamtsystem. Erhalten bleibt das Prinzip, dass Heizungsanlagen weiterhin nicht-invasiv, also ohne bauliche Eingriffe gemessen und optimiert werden können. Neu sind nach Angaben des Start-ups aus Karlsruhe das Zusammenspiel der Komponenten, die lokale Optimierung in Echtzeit und eine Hardware-Plattform, die sich per Software-Update kontinuierlich erweitern lässt.

Herzstück sei die speziell für den langfristigen Einsatz entwickelte neue Hardware-Plattform, zu der Energiezentrale, Heizkreisstation und Gateway gehören. Diese drei Komponenten sollen die Grundlage für eine datenbasierte Optimierung von Heizungsanlagen schaffen. Neue Funktionen können nach Angaben des Unternehmens zukünftig per Software-Update ergänzt werden – ohne Austausch der installierten Hardware.

Eine wesentliche Neuerung von Sensaru S2 sei die lokale Optimierung im Gebäude, die die Cloud-basierte ergänzt. Dazu werden die KI-Modelle kontinuierlich in der Cloud trainiert und anschließend lokal in der Energiezentrale ausgeführt. Dadurch können Entscheidungen ohne Verzögerungen getroffen werden, auch dann, wenn die Verbindung zur Cloud vorübergehend unterbrochen sein sollte.

Die Optimierung erfolge dabei ausschließlich innerhalb klar definierter physikalischer Grenzen. Eine deterministische Regelung stelle jederzeit sicher, dass der Wärmebedarf der Bewohner wie bisher erfüllt wird. Die KI optimiere ausschließlich oberhalb dieser festen Komfortgrenze.

Plattform für die nächsten Entwicklungsschritte 

Sensaru hatte voriges Jahr Sensoren für Heizungsanlagen vorgestellt. Die Technologie ermögliche 17 Prozent Energieeinsparung ohne Sanierung – auf Basis realer Betriebsdaten. Dazu werden Heizungsanlagen gemessen, analysiert und die Heizkurve automatisch auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb eingestellt. Die Hardware ist heute in der Lage, Pumpen zu steuern. Sobald die nötige Software-Unterstützung verfügbar ist, können Einsparungen durch optimierte Steuerung von Umwälz- und Zirkulationspumpen erzielt werden.

Ab 2027 soll es dann möglich sein, mit einer belastbaren Heizlastberechnung die Basis für die richtige Investition beim Heizungsersatz zu schaffen. Im nächsten Schritt soll ab 2027/2028 der gesamte Energiehaushalt des Gebäudes orchestriert und Wärme, PV, Speicher und E-Mobilität dabei als ein System betrachtet werden.

Der Sensaru Energiemanager S2 ist ab Herbst 2026 verfügbar und wird auf der Expo Real vom 5. bis 7. Oktober 2026 vorgestellt (Halle A3, Stand TB47).