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Wilo verstärkt Engagement für Subsahara-Region

Oliver Hermes, Mitglied des Vorstandes im Afrika-Verein und der Subsahara-Afrika-Initiative der deutschen Wirtschaft. Bild: Wilo

Um die Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern Afrikas zu intensivieren, den Kontinent stärker in den Fokus der deutschen Wirtschafts- und Außenpolitik zu rücken und effiziente Afrika-Kooperationen jenseits von Entwicklungshilfe zu prägen, ist Oliver Hermes im September 2023 zum Mitglied des Vorstandes des Afrika-Vereins und der Subsahara-Afrika-Initiative der deutschen Wirtschaft (Safri) berufen worden.   

„Die Mitarbeit in internationalen Interessens- und Länderverbänden ist eine zentrale Säule unserer politischen Netzwerkarbeit und unseres Anspruchs, als Wilo Gruppe ein ‚Connected Champion‘ zu sein“, erörtert Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe, sein jüngstes Engagement.

Wirtschaftliche Potenziale Afrikas nachhaltig nutzbar machen

Das weltweite Interesse an Afrika wächst: Überdurchschnittliche wirtschaftliche Wachstumsprognosen, immense Vorkommen der für die Energiewende so dringend benötigten Ressourcen sowie stetiges Bevölkerungswachstum lassen klar erkennen, welche zentrale Rolle der Kontinent in den kommenden Jahrzehnten im globalen Wettbewerb spielen wird. Die Lösung globaler Herausforderungen wie die des Klimawandels kann nur gemeinsam mit den Ländern Afrikas gelingen.

Dies wurde zuletzt beim 4. G20 CWA Summit (Compact with Africa) deutlich, zu dem Bundeskanzler Olaf Scholz am 20. November die Staatsoberhäupter und hochrangigen Wirtschaftsvertreter aus mehr als zehn afrikanischen Volkswirtschaften nach Berlin geladen hatte und bei dem auch die Wilo Gruppe vertreten war.

Die Partnerschaft der G20-Staaten mit ausgewählten reformorientierten afrikanischen Staaten zeige erste Erfolge: Bei einer Zwischenbilanz schnitten die CWA-Mitgliedsstaaten im kontinentalen Vergleich in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung überdurchschnittlich ab – entsprechend groß ist das Beitrittsinteresse weiterer Staaten.

Nur drei Prozent der deutschen Unternehmen sind bisher in Afrika aktiv

Im Vergleich zu Wirtschaftsmächten wie Russland und China, die seit Jahren kräftig in Afrika investieren, bleibt die deutsche und europäische Wirtschaft bisher allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück. Noch immer sind nur drei Prozent der deutschen Unternehmen in Afrika aktiv. Eines davon ist die Wilo Gruppe.

Für die Mobilisierung weiterer privater Investitionen bedarf es, neben diplomatischer Absichtserklärungen, konkreter wirtschaftspolitischer Anreize, sei es zur Stabilisierung nationaler Währungen, Reformen des öffentlichen Ausschreibungswesens oder der Abmilderung von Investitionsrisiken durch beispielsweise Investment- oder Exportgarantien. Nur so können die enormen Kooperationspotenziale im Bereich der Erneuerbaren Energien oder der Förderung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen wie beispielsweise Seltene Erden nutzbar gemacht werden.

„Mit seinen enormen Rohstoff- und Humanressourcen wird der afrikanische Kontinent im 21. Jahrhundert zu einer neuen Wirtschaftsmacht heranwachsen – ob wir uns als Europäer in diese Entwicklung einbringen oder nicht. Afrika wartet nicht auf uns! Um den Anschluss nicht zu verlieren und den Ländern Afrikas wettbewerbsfähige Kooperationsangebote machen zu können, müssen Politik und Wirtschaft nun entschlossen zusammenarbeiten“, fordert Oliver Hermes. 

Wilo investiert sukzessive in regionale Wertschöpfung in Afrika

Wilo kann nach eigenen Angaben bereits auf rund 30 Jahre Afrikageschäft und -erfahrung blicken, in denen mit Pumpen und Pumpensystemen der nachhaltige Ausbau kritischer Infrastrukturen in Afrika vorangetrieben und die knappe Ressource Wasser bewegt wurde. Sukzessive wurde in einen Aufbau von Vertriebsinfrastrukturen, den Ausbau von Produktionskapazitäten und damit in die regionale Wertschöpfungstiefe investiert: So wurde beispielsweise der Standort in Kenia jüngst um moderne Montage-, Test- und Schulungskapazitäten erweitert. Mit Plattformen in Nord-, Ost-, Süd- und Westafrika ist das Unternehmen inzwischen ein etablierter Player im panafrikanischen Markt, der mit Großprojekten wie beispielsweise der Bewässerung der ariden Toshka-Region in Ägypten beauftragt wurde.

Mit dem Eintritt in die Vorstands-Gremien der Safri und des Afrika-Vereins verleihe Oliver Hermes seinem Commitment für die Region Nachdruck. Die Berufung geht auch auf die Wirtschaftskonferenz „Building Bridges – Africa“ zurück, die Wilo im Mai 2023 unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze, veranstaltet hatte.

Zum Hintergrund: Afrika-Verein und Safri

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) ist der bundesweite, branchenübergreifende Außenwirtschaftsverband der deutschen Unternehmen und Institutionen, die an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Staaten des afrikanischen Kontinents interessiert sind. Als exzellent vernetztes Bindeglied fördert er den Austausch zwischen deutschen und afrikanischen Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Dabei setzt er sich für ein neues Afrika-Bild in Deutschland ein: Afrika als Chancenkontinent.

Die Subsahara-Afrika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (Safri) soll der Förderung nachhaltiger und partnerschaftlicher Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Subsahara-Afrika dienen. Sie wird partnerschaftlich getragen von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft.