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Toto-Produkte als Statisten für Kinofilm

Kinostart für „Perfect Days“ (hier im Bild von links Koji Yakusho und Arisa Nakano) ist in Deutschland am 21. Dezember 2023. Bild: DCM Film Distribution

Der neue Film „Perfect Days“ von Wim Wenders erzählt mit ruhigen, reduzierten Bildern die Geschichte des Toilettenreinigers Hirayama, der in der japanischen Metropole Tokio ein einfaches Leben führt und in seinem Alltag immer derselben Struktur nachgeht. Hirayama – gespielt von Kōji Yakusho – reinigt dabei nicht irgendwelche öffentlichen Toiletten, sondern die des Projekts The Tokyo Toilet der Nippon Foundation. Gestaltet wurden diese von berühmten Architekten wie Toyo Ito, Kengo Kuma, Tadao Ando oder Shigeru Ban. Ausgestattet sind alle dieser Toilettenhäuser mit Sanitärprodukten von Toto.

Im Mai dieses Jahres wurde „Perfect Days“ beim Internationalen Filmfestival von Cannes uraufgeführt. Mit seiner beeindruckenden Performance wurde der Hauptdarsteller Yakusho in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet. Am 21. Dezember 2023 kommt der Film nun in die deutschen Kinos.

Die Hauptfigur Hirayama geht seiner beruflichen Tätigkeit als Toilettenreiniger voller Hingabe und Gründlichkeit nach. Bild: DCM Film Distribution
Die Hauptfigur Hirayama geht seiner beruflichen Tätigkeit als Toilettenreiniger voller Hingabe und Gründlichkeit nach. Bild: DCM Film Distribution

Die Einfachheit eines perfekten Tags

Hirayama fährt im Spielfilm die unterschiedlichen öffentlichen Toiletten im Stadtteil Shibuya der japanischen Metropole Tokio ab, um sie voller Hingabe und Gründlichkeit zu reinigen. Wenn etwa ein Toilettenbesucher kommt, will er nicht stören und macht sich quasi unsichtbar.

Hirayama ruht ganz in sich und erlebt mit seiner Tätigkeit, aber auch mit den kleinen und simplen Dingen seines Lebens, jeden Tag den für ihn perfekten Tag. Jeden Morgen ein Dosenkaffee, Musikkassetten mit Rocksongs aus den 1960ern und 1970ern bei der Fahrt zur Arbeit, Lesen und die Analogfotografie, mit der er Stimmungen einfängt, sind Dinge und Tätigkeiten, die er liebt und die seinen Alltag bereichern. Eine Reihe von unerwarteten Begegnungen enthüllt nach und nach mehr von seiner Vergangenheit.

„Der neue Spielfilm von Wim Wenders ist eine Feier der einfachen Dinge, der Poesie in den alltäglichen Ritualen und der leidenschaftlichen Hingabe“, schreibt das Online-Magazin kino-zeit.de in seiner Kritik über „Perfect Days“.

Die Toilettenhäuser des The Tokyo Toilet Project der Nippon Foundation sorgen im Stadtbild der japanischen Metropole für Aufsehen (hier der Toilettenpavillon von Shigeru Ban). Von außen sind die Wände transparent und Passanten können die Toilettenräume einsehen. Sobald die Verriegelung der Tür von innen betätigt wird, verfärbt sich das Glas jedoch als undurchsichtige Wand, so dass der Nutzer von unliebsamen Blicken geschützt ist. Bild: Toto
Die Toilettenhäuser des The Tokyo Toilet Project der Nippon Foundation sorgen im Stadtbild der japanischen Metropole für Aufsehen (hier der Toilettenpavillon von Shigeru Ban). Von außen sind die Wände transparent und Passanten können die Toilettenräume einsehen. Sobald die Verriegelung der Tür von innen betätigt wird, verfärbt sich das Glas jedoch als undurchsichtige Wand, so dass der Nutzer von unliebsamen Blicken geschützt ist. Bild: Toto

Die sehenswerten 17 „stillen Örtchen“

Und mit der gleichen Hingabe und mit großem Engagement hat die Nippon Foundation in den letzten Jahren die 17 öffentlichen Toiletten des Projekts The Tokyo Toilet umgesetzt, die Hirayama im Film reinigt. Auch in Japan werden öffentliche Sanitäranlagen oft nur mit Vorbehalt genutzt, obwohl der Standard ungleich höher und die sanitären Einrichtungen viel sauberer sind als in Deutschland.

Der weltweit bekannte Architekt Toyo Ito hat am Rand des städtischen Parks und Wäldchens Yoyogi Hachimann öffentliche Toilettenhäuser geplant, die auf dem ersten Blick an drei Pilze erinnern. Bild: Toto
Der weltweit bekannte Architekt Toyo Ito hat am Rand des städtischen Parks und Wäldchens Yoyogi Hachimann öffentliche Toilettenhäuser geplant, die auf dem ersten Blick an drei Pilze erinnern. Bild: Toto

Im Fokus der sehenswerten Toilettenhäuser stehen eine moderne, einladende Architektur und eine hygienische und inklusive Sanitärausstattung. Die Toiletten sollten sicher und sauber zu jeder Tages- und Nachtzeit sein und für jeden zugänglich, egal welches Geschlecht, welches Alter und mit welchen körperlichen Einschränkungen. Als Japans führender Hersteller von Sanitärkeramik nahm Toto dabei eine Schlüsselrolle als Berater ein und gestaltete die Innenräume der Toiletten.

Jedes der drei Toilettenräume ist sehr geräumig gestaltet und die Ausstattung ist so gewählt, dass sie auch für ältere Menschen oder Kinder sehr benutzerfreundlich ist. Im Projekt von Toyo Ito kommt das Washlet von Toto zum Einsatz. Bild: Toto
Jedes der drei Toilettenräume ist sehr geräumig gestaltet und die Ausstattung ist so gewählt, dass sie auch für ältere Menschen oder Kinder sehr benutzerfreundlich ist. Im Projekt von Toyo Ito kommt das Washlet von Toto zum Einsatz. Bild: Toto

Ausgestattet sind die 17 „stillen Örtchen“ mit vielfältigen Toto-Produkten. Auch das Washlet, das Dusch-WC von Toto, kommt bei den Toilettenhäusern zum Einsatz.

Deutscher Kinostart und japanische Oscar-Einreichung

Der Film läuft in den deutschen Kinos am 21. Dezember 2023 an. Mit ihm kehrt Wim Wenders nach fast vier Jahrzehnten nach Japan zurück, wo er 1985 „Tokyo-Ga“ drehte. Weltweite Bekanntheit erreichte der deutsche Regisseur mit Filmen wie „Paris, Texas“ oder „Der Himmel über Berlin“.

Die reinweiße Halbkugel von Kazoo Sato am Nanago Dori Park ist bereits ein Wahrzeichen der Gegend. Bild: Toto
Die reinweiße Halbkugel von Kazoo Sato am Nanago Dori Park ist bereits ein Wahrzeichen der Gegend. Bild: Toto