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Wilo: Wirtschaftskonferenz in Dortmund

Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe, bei seiner Eröffnungsrede. Bild: WILO SE

Mit dem Ziel, deutsche Wirtschaftsaktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent sichtbar zu machen und zu intensivieren, begrüßte die Wilo Gruppe in Kooperation mit dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft am 16. Mai rund 100 hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Wilo-Wirtschaftskonferenz „Building Bridges – Africa“. Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze, bot der multinationale Technologiekonzern im Rahmen von Vorträgen, Paneldiskussionen und Projekteinblicken Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Vernetzen.

Bei der Eröffnung der Konferenz betonte der Gastgeber Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe: „Die Wirtschaftspolitik Europas sollte in Bezug auf Afrika einen neuen Reifegrad anstreben, der nicht nur Entwicklungshilfe vorsieht, sondern viel mehr die Rahmenbedingungen für massive Investitionen aus Europa in afrikanische Märkte setzt. Millionen von neuen Arbeitsplätzen könnten so jährlich in Afrika entstehen und auch dabei helfen, Migrationsströme zu entschleunigen.“ Politisch steht Afrika schon länger auf der Agenda der Deutschen Bundesregierung. „Reisediplomatie und Charme-Offensiven seitens der Politik sind gut. Geoökonomisch betrachtet, sollten jedoch neue Handelsabkommen und strategische Allianzen mit afrikanischen Ländern geschmiedet werden. Hier darf Europa den Zug nicht verpassen“, sagte der Gastgeber. „Der Afrikanische Markt wird ungeachtet dessen an wirtschaftlicher Bedeutung zunehmen. Deutsche Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten, bauen besser heute als morgen ihre Präsenz vor Ort auf“, so Oliver Hermes.

Afrika: Enorme Vielfalt – maximale Gegensätze

Die 54 Staaten Afrikas vereinen große kulturelle Vielfalt und maximale Gegensätze: Einerseits sind sie von den multiplen Krisen der globalisierten Welt im 21. Jahrhunderts besonders stark betroffen – seien es Dürren oder Überschwemmungen als Folge der Erderwärmung, Ernährungskrisen ausgelöst durch Disruptionen des Welthandels oder begrenzte Zugänge zu Gesundheitsangeboten angesichts globaler Pandemien. Auf der anderen Seite vermag der Kontinent mit seinem enormen Ressourcenreichtum und seiner wachsenden, jungen Bevölkerung nicht nur zur Überwindung globaler Herausforderungen beizutragen, sondern als Beispiel nachhaltiger Transformation voranzugehen: „Afrika kann die erste Weltregion werden, die wirtschaftlichen Wohlstand mit ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit verbindet. Es muss daher jetzt darum gehen, gemeinsam globale Veränderungsprozesse zu gestalten. Denn nur mit Afrika sind die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen“, betont Bundesministerin Schulze in ihrer Grußbotschaft. Sie verdeutlichte den Stellenwert von deutsch-afrikanischen Partnerschaften: „Deutsche Unternehmen können diesen globalen Wandel an vorderster Stelle mitgestalten und mit Investitionen und Know-how Partnerschaften schließen, die sich für alle lohnen.“ Entsprechend begrüßte und unterstützte das Ministerium Wilos Einladung zur Wirtschaftskonferenz „Building Bridges – Africa“. „Zudem ist es besonders wichtig, dass Afrika nicht als neue fossile „Tankstelle“ für Europa gesehen wird. Das Wachstum Afrikas ist vielmehr nachhaltig zu gestalten und das Thema Klimaschutz darf dabei keine untergeordnete Rolle spielen“, ergänzte Oliver Hermes. Neben dem Beitrag der Bundesministerin lauschten die Teilnehmenden Beiträgen von unter anderen Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), sowie Panelgesprächen unter Beteiligung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft und dem deutsch-afrikanischen Sozialunternehmen Africa GreenTec. Zusätzlich wurde im Rahmen der Veranstaltung die gemeinsame Vergabe des „Internationalen Deutschen Nachhaltigkeitspreises“ angekündigt – ein Preis, der 2023 erstmals von Wilo an Unternehmenskooperationen Deutscher Unternehmen mit Unternehmen des globalen Südens vergeben wird.

Hintergrund: Wilo eines der wenigen deutschen Unternehmen in Afrika

Noch immer sind nur rund drei Prozent der Deutschen Unternehmen in Afrika aktiv. Eines davon ist die Wilo Gruppe: Inzwischen kann das Unternehmen auf rund 30 Jahre Afrikageschäft und -Erfahrung blicken, in denen mit hocheffizienten Pumpen und Pumpensystemen der nachhaltige Ausbau kritischer Infrastrukturen in Afrika vorangetrieben und die insbesondere in Subsahara-Afrika knappe Ressource Wasser bewegt wird. Dabei hat Wilo von Beginn an in regionale Wertschöpfung investiert, nachhaltigen Kapazitätsaufbau betrieben und ist am afrikanischen Markt inzwischen ein etablierter Player, der mit Großprojekten wie beispielsweise der Bewässerung der ariden Toshka-Region in Ägypten beauftragt wird. „Wir bei Wilo sind stolz, bereits auf vielfältige Afrika-Erfahrung zu blicken und die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents mitgestalten zu können“, schloss Oliver Hermes die Veranstaltung.