Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
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Valentin Software: GeoT*SOL 2021 veröffentlicht

Anlagenauswahl in GeoT*SOL 2021. Bild: Valentin Software GmbH

Das Auslegungsprogramm für Wärmepumpensysteme von Valentin Software ist für den Einsatzbereich als Planungstool erneut erweitert worden. Seit dem 1. November 2020 gilt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), in das u.a. die EnEV und das EEWärmeG eingegangen sind. GeoT*SOL wurde dahingehend angepasst, dass auch weiterhin die Erfüllungsgrade der Wärmepumpe und der Solaranlage berechnet und nach den neuen Normen ausgegeben werden.

Wie bisher können Luft-, Sole- und Wasserwärmepumpen berechnet und simuliert werden. Als Wärmequellen können Luft, Erdwärmesonden (bis 100 Meter Tiefe), Grundwasser sowie im Erdreich verlegte Erdkollektoren genutzt werden. Das Programm berechnet neben der Arbeitszahl die Jahresenergieerträge und macht Aussagen zur Wirtschaftlichkeit und zur Schadstoffreduzierung gegenüber konventionellen Systemen. Die Software stellt sämtliche Ergebnisse grafisch dar. Dazu zählen die Jahresverläufe der relevanten Temperaturen, der Nutzwärme und der elektrischen Energie sowie die Wochenarbeitszahlen. Der Anwender kann bei der Auslegung eines Systems zwischen verschiedenen vordefinierten Anlagenkonfigurationen wählen, die sich in der Praxis bewährt haben. Neben den monovalenten und monoenergetischen Anlagen mit Wärmepumpe und Solaranlage sind auch bivalente Systeme mit zusätzlichen Wärmeerzeugern abbildbar. Somit ist es möglich, Bestandsanlagen mit Brennwertgeräten, Kompaktheizzentralen und anderen Wärmequellen zu simulieren, die um eine Wärmepumpe erweitert werden. Auch Neuanlagen mit einem konventionellen Wärmeerzeuger als Backup können nun abgebildet und optimiert werden. Neben den Wärmepumpen können selbstverständlich auch alle Wärmeerzeuger aus einer umfangreichen und aktuellen Datenbank mit annähernd 1.600 Produkten ausgewählt werden. Wie die Vorgängerversion ermittelt auch GeoT*SOL 2021 die Jahresarbeitszahl durch Simulation auf der Basis von Minutenwerten. Die Jahresarbeitszahl ergibt sich somit aus dem Quotienten aus der gelieferten Wärme und dem Stromverbrauch, gemittelt über jede einzelne Minute eines ganzen Jahres. Ergänzend zum Simulationsergebnis berechnet die Software die Jahresarbeitszahl entsprechend der VDI-Richtlinie 4650, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Bewilligung von Förderanträgen verlangt. Nach einer Simulation der Wärmepumpenanlage mit GeoT*SOL lässt sich über eine Schnittstelle zu PV*SOL, dem Simulationsprogramm für Solarstromanlagen, der von der PV-Anlage direkt an die Wärmepumpenanlage gelieferte Strom ermitteln, indem die zur Verfügung stehende PV-Anlage in PV*SOL mit der Wärmepumpe als Verbraucher aus den minütlichen Ergebnissen der Simulation von GeoT*SOL simuliert wird. Damit lässt sich der Autarkiegrad einer bestehenden Energieversorgung sowohl für die Stromversorgung als auch die Wärmeversorgung eines Gebäudes genau bestimmen. In GeoT*SOL ist die umfangreiche und überarbeitete Speicherdatenbank von T*SOL verfügbar. Somit stehen aktuell über 600 Produkte von namhaften Herstellern zur Auswahl. Für eigene Optimierungen und Berechnungen können natürlich Standardspeicher verwendet werden, deren Volumen und Wärmeverluste editierbar sind. Gewisse Speicher können, wie bei Wärmepumpen, Kollektoren und Kesseln, auch als Favoriten markiert werden, und sind somit schnell und komfortabel auswählbar. Bei Kollektoren wird jetzt angezeigt, ob sie „Solar Keymark“ zertifiziert sind. „Solar Keymark“ zertifizierte Kollektoren zählen laut GEG zu den erneuerbaren Wärmeerzeugern und tragen zum Erfüllungsgrad bei. Für bivalente Anlagen werden Wärmeerzeuger, die Biomasse nutzen, beim Erfüllungsgrad mitberücksichtigt. Die Wärmepumpen decken bei der Simulation im parallelen Betrieb einen größeren Anteil an der Wärmeerzeugung ab als in früheren Programmversionen. Dies wurde erreicht, indem die Vorlaufzeit für der Wärmepumpe verlängert wurde und somit der Kessel erst später anspringt.

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