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GMS: Sanitärwerkstoff-Workshop bei Otto Fuchs in Dülken

Das 2018 eingeführte neue Workshop-Format des Gesamtverbandes Messing-Sanitär e. V. (GMS) findet auch in diesem Jahr großen Anklang. Zum ersten GMS-Workshop 2019 trafen sich im Mai Werkstoff-Experten aus zehn Unternehmen zum fachlichen Austausch.

Die Sanitär-Fachleute folgten einer gemeinsamen Einladung des Gesamtverbandes und des GMS-Mitgliedsunternehmens Otto Fuchs nach Dülken. Im Fokus des GMS-Workshops stand der fachliche Austausch zum regulativen Umfeld für Sanitärwerkstoffe. Laut GMS-Geschäftsführer Hilbert Wann sieht der seit Februar 2019 vorliegende zweite Entwurf der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie bei der Reduktion des Trinkwasser-Bleigrenzwertes eine Übergangsfrist von 15 Jahren vor. Während im ersten Entwurf von Februar 2018 noch ein Grenzwert von 5µ/L mit einer Übergangszeit von 10 Jahren vorgesehen war, wurde dieser in der aktuell vorliegenden Fassung auf 10µg/L mit 15 Jahren Frist angepasst.

Ein weiteres, intensiv diskutiertes Workshop-Thema war die Chemikalienverordnung REACH, die ebenfalls Auswirkungen auf die künftige Zusammensetzung von Sanitär-Werkstoffen haben kann. Denn seit Juni 2018 ist das Element Blei auf der SVHC-Kandidatenliste der „besorgniserregenden Stoffe“. Die Aufnahme auf die SVHC-Kandidatenliste bedeutet allerdings keine Registrierungs- oder Zulassungspflicht für Blei und vor allem kein Verbot.

Der GMS-Geschäftsführer ging zudem auf die geplante Konformitätsbestätigung der UBA-Hygieneliste ein: Dies sei ein Verfahren zur Bestätigung der Einhaltung der hygienischen Anforderungen an die enthaltenen Werkstoffe für Produkte in Kontakt mit Trinkwasser.

Hilbert Wann beschrieb auch detailliert die Arbeitsweise des technischen Ausschusses, der derzeit rund 20 Einzelthemen bearbeitet. Zu den aktuellen Vorhaben gehören die Erstellung und Weiterentwicklung von technischen Richtlinien, eine Bewertungsgrundlage für die Verwendung von Werkstoffen in unterschiedlichen Wässern nach Turner oder das Projekt „Härtemessungen“ in Zusammenarbeit mit einem externen Werkstofflabor. Ziel dieses Vorhabens ist die Neubewertung von Verfahren zur Bestimmung der Härte von Bauteilen mit Richtwerten und Umwertung (Brinell/Vickers).

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