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SHK

DEN: Energieberater fordern bessere Klimaschutzpolitik

Mit deutlichen Worten hat das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e. V. die Bunderegierung zu einer besseren und entschiedeneren Klimaschutzpolitik aufgefordert.

Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands, einer der beiden Bundesvorsitzenden des DEN, mahnte auf dem Netzwerktag in Kassel mehr Mut zu Veränderungen an: „Die Politik reagiert nicht angemessen auf Proteste und Forderungen nach mehr Klimaschutz, wie sie aktuell besonders auf den Fridays-for-Future-Demonstrationen erhoben werden.“ Es gehe angesichts der breiten gesellschaftlichen Diskussion dieses Themenkomplexes auch seinem Netzwerk darum, seine Position zu prüfen und sich gegebenenfalls deutlich zu verorten.

Der Netzwerktag des DEN hielt in diesem Jahr auch ungewöhnliche Blicke und Perspektiven bereit. So stellte Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover, in seinem Vortrag die Frage „Wie können wir anders leben? – Philosophische Perspektiven angesichts des Klimawandels“. Seine Antworten erwiesen sich als schonungslos und hoffnungsvoll zugleich. Der Geisteswissenschaftler plädierte für eine größere Nähe zu den Menschen und für mehr Empfindsamkeit für die Probleme Anderer. Es hieße, Abschied zu nehmen von gewohnten Verhaltensweisen und Besitzständen.

Christian Stolte, Bereichsleiter Gebäude bei der Deutschen Energieagentur dena, stellte Perspektiven der Energiewende im Gebäudesektor anhand von Szenarien und Trends vor. Er identifizierte den Gebäudesektor als den Bereich, der neben Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Energiewirtschaft den mit über 66 % größten Einsparungsbeitrag bei den Treibhausgasemissionen werde liefern müssen. Dies ließe sich in den einzelnen Szenarien mit unterschiedlichen Energieträgern verwirklichen.

Mit Fortschritten bei Brennstoffen beschäftigten sich drei weitere Experten auf dem Netzwerktag. Jens Dörschel (Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V. DEPV/Deutsches Pelletinstitut GmbH DEPI) stellte Entwicklungen bei der Nutzung von Pelletfeuerungen in energieeffizienten Gebäuden vor. Andreas Mahlberg (Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. IWO) sprach über „Power-to-Liquids – Flüssige Energieträger in der Energiewende“ und Thomas Heller (microbEnergy GmbH) erklärte am Beispiel von Power-to-gas, wie man das Erdgasnetz grün gestalten könne.#

Lutz Dorsch (Dorsch und Hoffmann GmbH Institut für Energieeffizienz) plädierte dafür, neben dem sogenannten U-Wert als Maß für die Wärmeleitfähigkeit auch Ökoindikatoren in den Blick zu nehmen …

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