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Giacomini Flachdichtender Kugelhahn zur Montage in Verbundrohrsystemen


Beispiel: Flachdichtender Kugelhahn mit Pressanschluss für Kupferrohr links und Pressanschluss für Edelstahlrohr rechts.
Bild: Giacomini GmbH

Die Prüfungsanordnung DIN EN 138287 für den Trinkwasserbereich verlangt zwar die leichte Austauschbarkeit von Kugelhähnen ohne Veränderung der Leitungsführung, in der Praxis müssen die meisten herkömmlichen Kugelhähne jedoch zumindest am Gewinde eingedichtet oder mittels Pressverbindung eingepresst werden. Dabei werden die Rohrleitungen getrennt und nach dem Einbau neu verbunden, was besonders bei umfangreichen Installationen einen relativ hohen Arbeits- und Materialaufwand bedeutet. Die Giacomini GmbH hat nun einen Kugelhahn mit beidseitig flachdichtendem Außengewinde entwickelt, der mit jeder flachdichtenden Verschraubung kompatibel ist und sich daher besonders leicht und kostensparend montieren lässt. Der R253W entspricht den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblatts W570-1 und eignet sich besonders für Verbundrohrsysteme, da er hier zusammen mit zwei halben Verschraubungen aus der bestehenden Installation eine systemtreue Absperrmöglichkeit ergibt.

„Bei herkömmlichen Kugelhähnen, zum Beispiel konisch dichtenden Modellen, müssen zwei Übergänge in den Kugelhahn eingedichtet werden“, erklärt Marcel Dworaczek, staatlich geprüfter Techniker bei der Giacomini GmbH. „Damit gibt es eine Dichtstelle, die automatisch das Risiko eines Lecks im System erhöht.“ Zudem muss diese Konstruktion mittels Löten oder Pressen in die jeweilige Installation eingefügt werden, das heißt, die vorhandenen Rohrleitungen werden eigens getrennt und wieder verbunden, was mit einem Mehraufwand an Zeit und Material einhergeht. Beim neuen Kugelhahn von Giacomini dagegen wird die in der DIN EN 138287 geforderte leichte Austauschbarkeit durch den Einbau von Verschraubungen in der unmittelbaren Nähe gewährleistet.
Der R253W verfügt an beiden Seiten über ein plangeschliffenes Gewinde, das für alle handelsüblichen flachdichtenden Anschlussverschraubungen geeignet ist. Somit können die Übergänge ganz einfach in die Installation eingepasst und der Kugelhahn mit den zwei Dichtungen zeitsparend montiert werden, ohne die Rohrleitungen zu verändern oder zusätzliches Material zu benötigen. „Soll ein flachdichtender Kugelhahn ausgetauscht werden, ist das in vier schnellen Handgriffen erledigt“, so Dworaczek. „Erst werden die Verschraubungen gelöst und der alte Kugelhahn entfernt. Dann wird der neue eingesetzt und zum Schluss werden die Verschraubungen wieder festgezogen.“
Das Modell von Giacomini ist universell in allen Installationen – selbst mit Kupfer – verwendbar und kann problemlos gemäß DVGW-Arbeitsblatt W570-1 ein- und ausgebaut werden. Es eignet sich besonders gut als Systemkugelhahn in Verbundrohrinstallationen, da hier zwei halbe Verschraubungen gemeinsam mit dem R253W eine systemtreue Absperrmöglichkeit bilden. Außerdem bietet diese flachdichtende Version beim Auswechseln anderer Absperrorgane Vorteile: „Die defekte Armatur lässt sich einfach herausschneiden und zum Beispiel durch zwei Presstüllen und den neuen Kugelhahn ersetzen“, erläutert Dworaczek.
Der Trinkwasser-Kugelhahn ist ein Schwermodell mit AG/AG und in zwei Ausführungen – mit einem grünen Flügel- oder Hebelgriff – sowie in unterschiedlichen Größen von 3/8‘‘ bis 1 1/4‘‘ erhältlich. Dabei zeichnet er sich im Vergleich zu herkömmlichen Modellen durch eine geringere Gesamtlänge aus: In seiner kleinsten Dimension misst er beispielsweise nur 5,8 cm. Kugelhahnkörper, Einschraubteil und Kugel bestehen aus verchromtem Pressmessing CW617N, bei der Spindel handelt es sich um eine abgedrehte Messingstange, die innen und außen mit einer PTFE-Gleitscheibe sowie mit einer doppelten O-Ring-Dichtung ausgestattet ist. Der R253W ist für maximale Betriebsbedingungen mit gesättigtem Dampf von 185 °C bei 1,05 MPa geeignet sowie bei Wasser und technischen Gasen beispielsweise für einen maximalen Betriebsdruck von 4,2 MPa (3/8‘‘ bis 3/4“) beziehungsweise 3,5 MPa (1‘‘ bis 1 1/4).
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