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Stabile Stimmung, ausbleibende Erholung

Optimismus überwiegt trotz einer herausfordernden Lage bei den Mitgliedern des Industrieverbands VDMA Sanitärtechnik und -design. Bild: VDMA

Die aktuellen Energie- und Rohstoffpreise, drohende Lieferengpässe sowie die ausbleibenden Reformen in Deutschland und Europa belasten die Geschäftserwartungen der Sanitärindustrie und Installationstechnik. Dennoch zeigt eine aktuelle Stimmungsumfrage, die der VDMA Sanitärtechnik und -design anlässlich seiner 5. Mitgliederversammlung Ende Mai vorgestellt hat, ein insgesamt stabiles Bild.

In der repräsentativen Mitgliederbefragung bewerten 55 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage als befriedigend, 35 Prozent als gut und 10 Prozent als schlecht. „Damit bleibt die Einschätzung auf dem gleichen Niveau wie im Herbst vergangenen Jahres“, kommentiert Thilo C. Pahl, Vorstandsvorsitzender des VDMA Sanitärtechnik und -design und Geschäftsführender Gesellschafter von Bette GmbH & Co. KG. „Die erwartete leichte Erholung im Jahr 2026 bleibt zwar bislang aus. Allen Widrigkeiten zum Trotz überwiegt aber weiterhin der Optimismus.“

Für das laufende Jahr erwartet mit 45 Prozent eine relative Mehrheit der Firmen leicht steigende Umsätze, weitere 15 Prozent rechnen sogar mit einem deutlichen Wachstum. Demgegenüber gehen 25 Prozent von leicht rückläufigen Umsätzen aus.

Leichte Eintrübung in Deutschland – aber kein Stimmungsabsturz

Die Perspektiven für Deutschland haben sich im Vergleich zum Herbst eingetrübt. Zwar rechnet weiterhin eine Mehrheit von 55 Prozent mit einem Wachstum, allerdings liegt dieser Anteil deutlich unter dem vorangegangenen Wert (73 Prozent). Gleichzeitig nimmt die Zahl der Unternehmen zu, die von einer rückläufigen Umsatzentwicklung ausgehen.

Für Europa fällt die Einschätzung etwas positiver aus: 60 Prozent der Befragten erwarten hier steigende Umsätze. Auch mit Blick auf die Märkte außerhalb Europas überwiegt verhaltener Optimismus – 55 Prozent rechnen mit einem leichten Plus, während lediglich 10 Prozent von einem Rückgang ausgehen. Damit hat sich hier die Einschätzung gegenüber dem Herbst leicht verbessert.

Auf den Absatzmärkten in Deutschland zeigte sich eine Verschiebung in Richtung Renovierung. Bild: VDMA
Auf den Absatzmärkten in Deutschland zeigte sich eine Verschiebung in Richtung Renovierung. Bild: VDMA

Die Einschätzung der Absatzmärkte in Deutschland hat sich spürbar verändert. Während im Herbst der öffentliche Bau als stärkster Treiber galt, wird aktuell das Renovierungsgeschäft am besten bewertet: 30 Prozent der Unternehmen erwarten hier eine positive Entwicklung, 25 Prozent hingegen eine negative.

Für den Hotel- und Gewerbebau sowie den öffentlichen Bau rechnet jeweils eine klare Mehrheit (60 Prozent und 55 Prozent) mit einer stabilen Entwicklung ohne größere Veränderungen. Die Perspektiven für den Wohnungsneubau bleiben hingegen angespannt: 45 Prozent erwarten eine unveränderte Entwicklung, ebenso viele gehen von einer negativen Entwicklung aus.

Der Industrieverbund konnte die Glassdouche GmbH als neues Mitglied begrüßen. Von links nach rechts: Glassdouche-Inhaberin Sina Hofer mit Thilo C. Pahl (Vorsitzender des VDMA Sanitärtechnik und -design und Geschäftsführender Gesellschafter Bette GmbH & Co. KG) sowie Dr. Laura Dorfer (Geschäftsführerin VDMA Sanitärtechnik und -design). Bild: VDMA