In der täglichen Beratung von Fachhandwerk, Planern und Betreibern zeigt sich laut Kessel seit Jahren ein klarer Trend: Entwässerungsanwendungen müssen zunehmend medienbeständig ausgelegt sein, um langfristig einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Anwendungen wie Wasserenthärtungsanlagen, Brennwerttechnik oder prozessbedingte Grauwasseranwendungen im gewerblichen Umfeld stellen dabei besondere Anforderungen an Material und Konstruktion.
Als Konsequenz bietet das Unternehmen für Entwässerungstechnologie künftig die Varianten Aqualift 100 (Mono, Mono Tronic, Duo Tronic) sowie Aqualift 200 (Duo Tronic) auch als „Resistant“-Version an. Bei der Entwicklung dieser Varianten habe man großen Wert auf ein breites Einsatzspektrum gelegt: Neben chemischen Einflüssen seien auch mechanische, thermische und betriebliche Belastungen sowie deren Zusammenspiel berücksichtigt worden. Zum Einsatz kommen dabei hochbeständige thermoplastische Kunststoffe wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) sowie hochbeständige Pumpenkomponenten.
Die Resistant-Hebeanlagen können überall dort zum Einsatz kommen, wo herkömmliche Materialien durch Säuren, Sole oder kondensatbedingte Belastungen an ihre Grenzen stoßen. Hier stehen sie für erhöhte Betriebssicherheit und eine verlängerte Lebensdauer der Anlagen. Dank ihrer kompakten Bauweise sollen sie sich besonders für Sanierungen und Einbausituationen mit freier Aufstellung eignen.
Typische Anwendungsfälle seien unter anderem
- Wasserenthärtungsanlagen im Ionenaustauschverfahren, bei denen im Regenerationsprozess salzhaltiges Abwasser mit erhöhter Korrosionswirkung anfällt.
- Kondensat-belastetes Abwasser aus Öl- und Gas-Brennwertgeräten, dessen saurer pH-Wert bei unregelmäßigem Abwasseranfall medienberührte Komponenten angreifen kann.
Zwar ist der Einsatz hochbeständiger Materialien beispielsweise im Umfeld von Fettabscheidern normativ nicht zwingend gefordert, viele Betreiber entscheiden sich nach Angaben von Kessel dennoch bewusst für dieses zusätzliche Maß an Sicherheit. Gerade im gewerblichen Bereich zahle sich diese Entscheidung aus – durch höhere Anlagenverfügbarkeit, geringeren Wartungsaufwand und langfristigen Werterhalt. Ein weiterer praxisrelevanter Vorteil sei, dass die Zuläufe der Hebeanlagen Aqualift 100 und Aqualift 200 als integrierte Probenahmemöglichkeit nach Norm genutzt werden können.
Bei der Portfolio-Erweiterung kommen die Produktmerkmale der Aqualift-Familie zum Tragen: steckerfertige Installation, leiser und geruchsdichter Betrieb sowie einfaches Handling mit leicht entnehmbarer Pumpe für die Reinigung und Wartung.
