Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
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Mitarbeiterbindung im Fokus der Interdomus-Cheftage

Geschäftsführer Stefan Ehrhard (im Bild links) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Cheftage 2026 in Dreieich. Bild: Interdomus Haustechnik

Mehr als 300 Gesellschafterinnen und Gesellschafter, Vertreterinnen und Vertreter von Lieferantenpartnern sowie Branchenexpertinnen und Branchenexperten kamen am 4. September zu den Cheftagen der Interdomus Haustechnik in Dreieich zusammen. Unter dem Motto „Wissen teilen. In Summe profitieren.“ standen Themen wie Mitarbeiterbindung, Unternehmensnachfolge, digitale Beschaffung und effiziente Betriebsprozesse im Mittelpunkt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Vertrauensanker

Branchenpersönlichkeiten wie Joachim Schulte von HSK, Constantin von Boch von Villeroy & Boch und Hans-Arno Kloep von Querschiesser Unternehmensberatung zeigten, wie Unternehmen Mitarbeitende gewinnen, entwickeln und langfristig binden können, welche Rolle Nachfolge und unternehmerische Qualifizierung spielen und auf welche wirtschaftlichen Veränderungen sich SHK-Betriebe einstellen sollten.

Die Bedeutung engagierter Mitarbeitender zog sich als Leitgedanke durch mehrere Beiträge. Constantin von Boch verdeutlichte, dass das tägliche Handeln der Beschäftigten prägt, wie Kundinnen und Kunden ein Unternehmen wahrnehmen. Gerade im Handwerk seien Vertrauen, Zuverlässigkeit und guter Service entscheidend.

Danny Ebel von Benefit+ zeigte ergänzend, wie Betriebe mit steueroptimierten Zusatzleistungen ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und Fachkräfte stärker an sich binden können. Joachim Schulte stellte die Teilsanierung als praxisnahe Möglichkeit vor, veränderte Kundenbedürfnisse aufzugreifen und zusätzliche Aufträge zu erschließen.

Unternehmerische Verantwortung stärken

Als zentrales Zukunftsthema stellte Interdomus Haustechnik seine UnternehmerAkademie vor. Unter diesem Namen wird die bisherige Next Generation Akademie fortgeführt, um sie künftig klarer vom Netzwerkformat Next Generation zu unterscheiden. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Nachfolge, Betriebsführung und die Frage, wie sich Unternehmerinnen und Unternehmer gezielt auf künftige Herausforderungen vorbereiten können.

Alexander Werland und Christian Decker berichteten im Gespräch mit Unternehmercoach Lutz Grünbeck und Stefan Ehrhard über ihre Erfahrungen. Beide machten deutlich, dass erfolgreiche Betriebsführung mehr als handwerkliche Kompetenz verlangt: klare Organisation, Zahlenverständnis, bewusste Führung und die Fähigkeit, Verantwortung im Team zu verteilen.

Die Perspektiven von Frauen im SHK-Handwerk traf als weiteres Zukunftsthema auf große Resonanz und sorgte für zahlreiche Gespräche sowie intensive Diskussionen unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Digitale Werkzeuge und klare Prozesse

Mit dem SHK.Market wurde die Weiterentwicklung der digitalen Interdomus-Bestellplattform präsentiert. Der KI-gestützte Produktberater, der bereits für das Sortiment von HSK eingesetzt wird, steht nun ebenfalls für Produkte von Badea zur Verfügung. Er unterstützt die Anwenderinnen und Anwender dabei, passende Artikel und Produktvarianten gezielt zu finden.

Hans-Arno Kloep betonte zum Abschluss, dass Digitalisierung erst dann wirklichen Nutzen schaffen könne, wenn Betriebe zuvor ihre Abläufe, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ordnen. Funktionierende Prozesse, eine erkennbare Positionierung und Mitarbeitende, die die Werte ihres Unternehmens glaubwürdig vertreten, seien entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg.

Die begleitende Hausmesse und strukturierte Gesprächsrunden boten den Gesellschafterinnen und Gesellschaftern zudem Gelegenheit zum direkten Austausch mit Lieferantenpartnern und Dienstleistern. „Der Austausch mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie den Lieferantenpartnern ist für mich unbezahlbar“, so Karsten Keller, Gesellschafter von Interdomus Haustechnik und Geschäftsführer der Keller Heizung & Sanitär GmbH aus Wittingen. „Gleichzeitig nehme ich von den kurzen, praxisnahen Vorträgen jedes Jahr konkrete Ideen mit, die wir direkt in unserem Betrieb umsetzen können. Ein besonderes Highlight war diesmal das Thema Mitarbeiterbindung.“