Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.

SHK-Branche auch im 2. Quartal im Plus

Das Geschäftsklima im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik liegt seit dem ersten Quartal 2026 bei +3 Punkten. Bild: VdZ/VDS SHK-Konjunkturbarometer, August 2026

Das Geschäftsklima im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik liegt im zweiten Quartal 2026 bei +3 Punkten und damit unverändert gegenüber dem Vorquartal. Seit Anfang 2025 bewegt sich der Wert damit auf einem weitgehend konstanten, leicht positiven Niveau. Die aktuelle Geschäftslage hat sich gegenüber dem ersten Quartal verbessert, die Erwartungen für das kommende Quartal fallen dagegen zurückhaltender aus.

Großhandel, Hersteller, installierende Betriebe

Im aktuellen 2. Quartal 2026 zeigt sich erneut eine positivere Bewertung der Konjunktur bei den installierenden Unternehmen und den Industrieunternehmen als im Großhandel. Die installierenden Unternehmen bewerten die Konjunktur mit einem Geschäftsklima von +17 klar positiv. Bei den Industrieunternehmen liegt das Geschäftsklima aktuell mit +6 im leicht positiven Bereich. Die Großhändler bewerten die Konjunktur im 2. Quartal 2026 weiterhin negativ: Hier ergibt sich ein Geschäftsklima von -13. Aber auch hier hellt sich die Stimmung weiter auf, die Konjunktur wird von den Großhändlern aktuell weniger negativ bewertet als noch im 2. Quartal 2025.

Mit einer Auftragsreichweite von 11,9 Wochen befinden sich die installierenden Unternehmen minimal über dem Wert des Jahres 2025. Insgesamt behauptet sich die Haus- und Gebäudetechnik deutlich besser als die gewerbliche Wirtschaft. Das Ifo Geschäftsklima liegt im Vergleich bei −18 Punkten und damit weiterhin deutlich im negativen Bereich.

Die installierenden Unternehmen bewerten die Konjunktur im 2. Quartal 2026 mit einem Geschäftsklima von +17 klar positiv, die Großhändler dagegen weiterhin negativ. Bild: VdZ/VDS SHK-Konjunkturbarometer, August 2026
Die installierenden Unternehmen bewerten die Konjunktur im 2. Quartal 2026 mit einem Geschäftsklima von +17 klar positiv, die Großhändler dagegen weiterhin negativ. Bild: VdZ/VDS SHK-Konjunkturbarometer, August 2026

Auslandsgeschäft stützt die Industrie

Für die Industrie wirkt sich das Auslandsgeschäft derzeit deutlich positiver aus als das Inlandsgeschäft. Das Auslandsgeschäftsklima liegt bei +15 Punkten, während es im Inland auf -3 Punkte zurückgegangen ist. Mit +21 fallen die Erwartungen zudem deutlich besser aus als die aktuelle Bewertung der Auslandsaufträge (+9).

Damit setzt sich ein Muster fort, das sich auch in den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigt: Wichtige Exportmärkte entwickeln sich dynamischer als Deutschland. Für 2026 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für Deutschland ein BIP-Wachstum von +0,7 Prozent, gegenüber +1,3 Prozent im EU-Durchschnitt.

Das Geschäftsklima im Bereich Heizung stieg von +9 Punkten im Q1 auf +14 Punkte im Q2/2026, während Sanitär mit −3 Punkten leicht im Minus liegt. Bild: VdZ/VDS SHK-Konjunkturbarometer, August 2026
Das Geschäftsklima im Bereich Heizung stieg von +9 Punkten im Q1 auf +14 Punkte im Q2/2026, während Sanitär mit −3 Punkten leicht im Minus liegt. Bild: VdZ/VDS SHK-Konjunkturbarometer, August 2026

Heizung trägt das positive Gesamtbild

Auch bei den einzelnen Hauptprodukten gibt es deutliche Unterschiede. Heizung setzt den Aufwärtstrend fort: Das Geschäftsklima steigt von +9 Punkten im Vorquartal auf aktuell +14 Punkte. Sanitär liegt mit −3 Punkten leicht im Minus; hier hat sich die Konjunktur im ersten Halbjahr 2026 wieder abgeschwächt. Lüftung/Klima erreicht aktuell −4 Punkte und wird seit mehreren Quartalen negativ bewertet. Das leicht positive Gesamtklima der Branche wird damit maßgeblich von der Heizung getragen.

„Das zweite Quartal zeigt, dass sich die Haus- und Gebäudetechnik auf leicht positivem Niveau stabilisiert hat“, sagt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer von VdZ und VDS. „Besonders Installation, Heizung und das Auslandsgeschäft der Industrie senden konstruktive Signale.“ Für eine breite Markterholung reiche das aber noch nicht. „Die schwachen Bauinvestitionen, die zurückhaltende Konsumnachfrage und die weiterhin schwierigen Finanzierungsbedingungen bremsen den Markt.“