Die Fördermittel des KfW-Programms „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) sind ausgeschöpft. Die für 2026 bereitgestellten 50 Millionen Euro Bundesmittel konnten erwartungsgemäß den hohen Bedarf nicht abdecken, kommentierte der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und fordert deshalb, das erfolgreiche Förderprogramm im Jahr 2027 fortzuführen und deutlich stärker auszustatten.
„Die schnelle Ausschöpfung der Fördermittel zeigt: Der Bedarf an barrierearmen Bädern ist groß. Die bereitgestellten Mittel reichen nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden“, sagte Michael Hilpert, Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Mit vergleichsweise geringem öffentlichen Mitteleinsatz könne jedoch eine große Wirkung erzielt werden – Menschen erhielten die Möglichkeit, länger selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben.
Gerade das Badezimmer sei ein zentraler Bereich beim altersgerechten Umbau von Wohnraum. Mit Maßnahmen wie bodengleichen Duschen oder angepassten Sanitärausstattungen können Barrieren reduziert und Sicherheit sowie Selbstständigkeit im Alltag verbessert werden. Die Förderung schaffe dabei wichtige Anreize, notwendige Modernisierungen umzusetzen.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinne der altersgerechte Umbau von Wohnraum weiter an Bedeutung. Barrierearme Bäder leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen ein möglichst langes selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und Angehörige sowie Pflegeeinrichtungen zu unterstützen, so der ZVSHK. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben sei dabei nicht nur Wunsch der Menschen, sondern entlaste auch die Pflegekassen.
Der ZVSHK setzt sich deshalb dafür ein, das KfW-Programm 455-B im Jahr 2027 fortzuführen und mit mindestens 150 Millionen Euro jährlich auszustatten. Eine verlässliche Förderung schaffe Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Fachbetriebe des SHK-Handwerks.
