Dank seiner geringen Aufbauhöhe von 18 mm und seiner hohen Wärmeleitfähigkeit eignen sich keramische Estrichziegel insbesondere auch in Kombination mit Fußbodenheizungen oder dem neuartigen „Heizpapier“ von Leipfinger-Bader, das lediglich 0,5 mm beansprucht. Ein so niedriger Bodenaufbau kann vor allem in Altbauten mit begrenzter Raumhöhe von Vorteil sein.
„Andere Länder haben die Vorteile des Estrichziegels im Denkmalschutz schon längst für sich erkannt“, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader. „In England beispielsweise sind wir sehr aktiv. Einer unserer dortigen Partner verwendet für alle aufwändigen historischen Sanierungen unseren Estrichziegel. Es gibt kein Bodenmaterial, das die Anforderungen in diesem Bereich besser erfüllen könnte.“
Bei dem „Heizpapier“ von Leipfinger-Bader handelt es sich um ein Glasfaservlies mit Carbon-Heizschicht zur schwimmenden Verlegung für die Beheizung von Fußböden im Innenbereich. Die Heizschicht wird in Bahnen verlegt, mit Strom versorgt und beheizt den Raum durch den Sichtbelag hindurch. Ein Transformator wandelt den regulären Hausstrom auf 24 Volt um und versorgt das Heizpapier mit Energie. Für Bäder stehe zudem eine leistungsstärkere Variante des Heizpapiers zur Verfügung.

Der aus Westerwald-Ton bestehende keramische Estrichziegel von Leipfinger-Bader verbinde die Robustheit traditioneller Naturmaterialien mit zeitgemäßer Bauphysik. Er verfüge nicht nur über eine geringe Aufbauhöhe und hohe Druckfestigkeit, sondern erweist sich als unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit: Anders als viele andere Baustoffe quillt oder verzieht sich Keramik nicht bei Kontakt mit Feuchtigkeit. Die schwimmende, trockene und reversible Verlegung schont die historische Substanz und ermöglicht flexible Nutzungskonzepte.
Durch die geringe Materialdicke von nur Millimetern entsteht zudem mehr nutzbare Raumhöhe, was gerade in Altbauten mit niedrigen Decken von großem Vorteil ist. Weil Estrichziegel zudem schon nach 24 Stunden begehbar und nach 48 Stunden belastbar sind, beschleunigen sie den Bauablauf erheblich und tragen zur Planungssicherheit für alle Gewerke bei.
Der Estrichziegel kann mit seinem Format 300 mal 900 Millimetern dabei als Lastverteilschicht unter verschiedenen Oberbelägen wie Fliesen, Parkett, Designböden oder Teppich dienen. Mancherorts wird seine rote Oberfläche auch bewusst als rustikaler Sichtbelag eingesetzt. Ebenfalls verfügbar ist ein so genannter Designestrich, der mit täuschend echten Optiken wie Holz, Marmor oder Beton Lastverteilschicht und Designbelag in einem Bauteil vereint und damit zusätzlich Aufbauhöhe einspart.
