Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.

Kühlung mit staatlicher Förderung

Eine Spezial-Fräsmaschine für Fußbodenheizungskanäle im Einsatz. Bild: Nordwærme

In Zeiten zunehmender Hitzewellen wächst der Bedarf an energieeffizienten Kühlmöglichkeiten in Wohngebäuden. Reversible Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern auch aktiv kühlen und dabei sogar staatlich gefördert sein. In Verbindung mit einer Flächenheizung lässt sich so für ein angenehmes Raumklima sorgen, ohne störende Geräusche oder Zugluft:

  • Während herkömmliche Heizkörper eine zu kleine Oberfläche für eine effektive Raumkühlung haben und an den kalten Metallflächen Luftfeuchtigkeit kondensieren würde, lassen sich Räume aufgrund der großen Fläche einer Fußbodenheizung bei etwa 18 bis 20 °C Wassertemperatur, also mit geringen Temperaturunterschieden sanft und kondensatfrei abkühlen.
  • Der Boden entzieht dem Raum lediglich die stehende Wärme – das fühlt sich ähnlich an wie der Aufenthalt in einer schattigen, kühlen Kirche. Die Gefahr von Zugluft oder kalte Füße zu bekommen, besteht nicht.

„Wir ermöglichen es, Fußbodenheizungen unkompliziert in Bestandsimmobilien zu integrieren“, erklärt Nordwaerme.de-Mitgründer Sönke Löser mit Blick auf das Nachrüstverfahren, bei dem meist Heizkanäle direkt in den Estrich eingefräst werden. Es kann eine schnelle und saubere Alternative zum kompletten Bodenrückbau bieten. Mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro und einer Umsetzungsdauer von wenigen Wochen sei das Verfahren auch für Sanierungsprojekte attraktiv.

Dies schaffe die Basis für moderne Heiz- und Kühlsysteme, ohne dass der gesamte Bodenaufbau entsorgt werden muss. „Mit einer Garantie von 30 Jahren auf die Rohrdichtheit weisen wir dabei die nötige Investitionssicherheit für Fachbetriebe und Endkunden gleichermaßen“, erklärt Nordwærme-Geschäftsführer Sönke Löser. „Da die Nachrüstung der Fußbodenheizung die Energieeffizienz des Gebäudes signifikant steigert, fällt die Maßnahme unter die förderfähigen Sanierungslösungen.” Je nach Installation – ob als Einzelmaßnahme oder in Kombination mit dem Austausch der Wärmepumpe – seien Förderquoten von 20 bis 50 Prozent der Investitionssumme möglich.

Auf das Einfräsen spezialisierte Unternehmen agieren dabei meist als Dienstleister, die sich rein auf das Gewerk der Fußbodenheizung konzentrieren. Nordwærme nennt hier außer dem Einfräsen der Kanäle das Verlegen der Systemrohre sowie das Verschließen mittels Zwei-Komponenten-Systemen. In der Hand regionaler Partner bleiben die Folgegewerke wie die abschließende Nivellierung und Bodenverlegung durch Fachbetriebe für Bodenbeläge und das Anschließen des Heizungssystems durch Sanitär- und Heizungsfachbetriebe.