Die Wärmewende verändert die Heiztechnik grundlegend und damit auch den EBM-Papst-Standort in Landshut. Wie das Unternehmen diesen Wandel gestalten möchte, zeigte es vorige Woche der Öffentlichkeit. Gemeinsam mit Dr. Hannes Säubert, Geschäftsführer von EBM-Papst Landshut und CEO der Division Heating Technology, sowie Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der EBM-Papst Gruppe, nahm der Bayerische Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder einen neuen Wärmepumpen-Demonstrator im Kälte-Innovationszentrum offiziell in Betrieb.
Der Standort Landshut ist Sitz der globalen Division Heiztechnik von der Unternehmensgruppe und befinde sich im Zuge der Wärmewende in einer tiefgreifenden Transformation. Über Jahrzehnte habe sich das Unternehmen eine führende Position in der Gasbrennwerttechnik aufgebaut und sich vom Komponentenhersteller zum Technologie- und Entwicklungspartner der Heizungsindustrie entwickelt. Diese Erfahrung übertrage man nun auf den Zukunftsmarkt Wärmepumpe.
Dabei verfolgt das Unternehmen nach eigenen Angaben einen technologieoffenen Ansatz und entwickelt Lösungen für die Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung unabhängig von der Energiequelle – von Erdgas und grünen Gasen über Wasserstoff bis hin zu Wärmepumpenanwendungen.
Ein wichtiger Meilenstein dieser Transformation sei der neue Wärmepumpen-Demonstrator. Das funktionsfähige System vereine zentrale Innovationen des Unternehmens und diene als Referenz- und Entwicklungsplattform für die Wärmepumpenbranche. Gemeinsam mit dem 2025 eröffneten Kälte-Innovationszentrum, das reale Betriebsbedingungen von Wärmepumpen simulieren kann, entstehe in Landshut eine moderne Entwicklungsumgebung für die Erprobung und Weiterentwicklung neuer Technologien.

„Wer die Wärmepumpe der Zukunft mitgestalten will, muss das Gesamtsystem verstehen“, erläutert Geschäftsführer Dr. Hannes Säubert. „Der Wärmepumpen-Demonstrator schafft dafür die Grundlage. Er hilft uns, Systemkompetenz aufzubauen und unsere Kunden künftig noch stärker als Entwicklungspartner auf Augenhöhe zu begleiten. So schaffen wir die Voraussetzungen für die nächste Generation von Wärmepumpen, effizienter, leiser und kompakter als heute.“
Dr. Klaus Geißdörfer betonte die strategische Bedeutung des Standorts: „Die Wärmewende verändert unseren Markt grundlegend und stellt die Branche vor große Herausforderungen. In Landshut bauen wir deshalb gezielt Kompetenzen für die Heiztechnik der Zukunft aus, insbesondere in den Bereichen Kältekreis und Elektronik.“
Bei der Gelegenheit präsentierten auch langjährige bayerische Kunden von EBM-Papst konkrete Anwendungsbeispiele. So zeigte Gerdewan Jacobs, Executive Vice President Heating & Ventilation Business Units der Ariston Group, den Einsatz von EBM-Papst-Komponenten in Wärmepumpen und Brennwertheizgeräte der Konzerntochter Wolf.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte EBM-Papst als Vorzeigeunternehmen aus Niederbayern. Zu den weiteren Gästen zählten auch Landshuts Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
