Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.

Heizen dominiert CO2-Ausstoß in Haushalten

CO2-Emissionen des Sektors Wohnen nach Anwendungsbereichen (in Millionen Tonnen, Quelle: Statistisches Bundesamt) im Vergleich der Jahre 2001 und 2021. Bild: Statista

Die CO2-Emissionen privater Haushalte in Deutschland werden trotz eines Rückgangs weiterhin klar vom Heizen dominiert. Zwischen 2001 und 2021 sanken die Emissionen der Raumwärme von 167 auf 147 Millionen Tonnen, während andere Bereiche teils deutlich stärker zurückgingen. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des Statistischen Bundesamts.

Besonders auffällig sei der starke Rückgang bei der Beleuchtung von 6 auf 3 Millionen Tonnen sowie bei Elektrogeräten von 27 auf 19 Millionen Tonnen. Im Vergleich dazu entwickelte sich der Bereich Warmwasser gegenläufig: Hier stiegen die Emissionen von 24 auf 28 Millionen Tonnen und damit um 18 Prozent.

Der langfristige Trend deute auf Effizienzgewinne bei Technik und Beleuchtung hin, etwa durch sparsamere Geräte und LED-Technologie. Gleichzeitig könnte der steigende Bedarf an Warmwasser, der den Verbrauch für Hygienezwecke wie zum Beispiel das Duschen mit einschließt, mit veränderten Lebensgewohnheiten zusammenhängen und künftig stärker in den Fokus klimapolitischer Maßnahmen rücken.

Der Bereich „Sonstige Prozesswärme“, der in dem 20-Jahreszeitraum um 26 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachte, umfasst unter anderem das Kochen sowie die Warmwasserbereitung in Spül- und Waschmaschinen.