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BIM-Qualität als Schlüssel für digitale Planung

Die Plattform QualityBIM.com soll BIM-Datenqualität für Hersteller und Planer zusammenbringen. Bild: ARGE Neue Medien

Die Digitalisierung von Bau- und Planungsprozessen war auch auf den Frühjahrsmessen SHK+E Essen und IFH/Intherm in Nürnberg ein Thema. Dabei stehe der Aspekt der Datenqualität im Hinblick auf komplexe BIM-Anforderungen besonders im Fokus von Industrie und Verbänden. Ohne verlässliche, standardisierte Daten lassen sich Effizienz und Potenziale digitaler Planung nicht ausreichend ausschöpfen, betonen die ARGE Neue Medien und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), die die gemeinsame Plattform QualityBIM.com bereitstellen. Ziel sei es, Hersteller dabei zu unterstützen, hochwertige und standardisierte BIM-Daten bereitzustellen und so die Grundlage für durchgängige digitale Planungs- und Bauprozesse zu schaffen.

Gerade für Planer in der Praxis seien qualitätsgesicherte BIM-Daten ein entscheidender Mehrwert: Sie sind verlässlich, vollständig und standardisiert und lassen sich ohne aufwendige Nachbearbeitung direkt in Planungssoftware integrieren. Das sorge für höhere Planungssicherheit, reduziert Fehlerquellen und verbessere die Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten. Dabei liege der eigentliche Mehrwert von BIM nicht allein in der 3D-Geometrie, sondern vor allem in der Verknüpfung mit belastbaren technischen Informationen.

„BIM bildet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ab“, erklärt Sarah Schlenke von der ARGE. Neben detaillierten Geometrien geht es vor allem um technische Daten, Kollisionsprüfungen und ein intelligentes Modell, in dem alle Gewerke gemeinsam arbeiten können.“

Auch aus Planungssicht werde deutlich, dass moderne Prozesse ohne hochwertige Daten nicht mehr auskommen. Hans Behnke, Geschäftsführer des Planungsbüros IGTech, sieht vor allem den Nutzen der integrierten Arbeitsweise: „Die Verbindung von Berechnung, Konstruktion, Koordination und Ausführung in BIM schafft deutliche Vorteile in Bezug auf Zeit, Wirtschaftlichkeit und Transparenz.“

Hier setze QualityBIM.com an: Die Plattform verknüpfe geometrische und alphanumerische Daten in hoher Qualität und schaffe damit die Basis für eine standardisierte, anwendungsorientierte BIM-Planung. Ziel sei es, Hersteller, Softwarepartner und Planer auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenzubringen und digitale Prozesse effizient zu gestalten.

Industrie sieht Handlungsbedarf

Auch auf Herstellerseite arbeitet man an der Datenqualität. „Neben Geometrien sind vor allem technische Angaben, Gewichte, Wartungsintervalle und Anschlussinformationen entscheidend, um valide Planungen zu ermöglichen und Umplanungen zu vermeiden“, fasst zusammen Martin Schröder von Bosch Home Comfort.

Mit Blick in die Zukunft unterstreicht BDH-Experte Ralf Kiryk die wachsende Bedeutung von BIM und standardisierten Daten: „Die Digitalisierung von Planung, Bau und Betrieb wird weiter voranschreiten. Mit QualityBIM schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage – für Hersteller, Softwarehäuser und Anwender.“

Gute Daten seien für BIM-Prozesse in der Gebäudetechnik also kein „nice to have“, sondern die Grundlage dafür, dass BIM überhaupt funktioniert. Ohne qualitativ hochwertige Daten bleibt BIM ein Modell ohne echte Mehrwerte für die Marktpartner.

Podcast-Tipp

Weiterführende Einblicke und Praxisperspektiven soll eine Folge des BDH-Podcasts #Connecting Heat zum Thema „BIM in der Heizungsbranche: Chancen durch QualityBIM“ bieten, der bei Spotify, YouTube und Apple zu hören ist.