Pelletsheizungen, Wärmepumpen und Fernwärme schneiden im Kostenvergleich von Heizsystemen über einen Zeitraum von 20 Jahren deutlich besser ab als Gas- oder Ölheizungen, wie das Deutsche Pelletinstitut (Depi) in einem Vergleich aufzeigt. Das Depi ging dabei von einer Wohnfläche von 130 m2 und einem zur Hälfte sanierten Gebäude aus. Bei den Heizkosten stützt sich der Vergleich auf Zahlen von Co2online („Energetische Sanierung“) und veranschlagte pro Jahr Betriebskosten für eine Holzpelletheizung von etwa 1201 Euro, für eine Wärmepumpe rund 1067 Euro, für Fernwärme etwa 1740 Euro sowie für eine Gasheizung rund 2101 Euro und für eine Ölheizung rund 2698 Euro.
Als Investitionskosten wurden 85 Prozent der Maximalkosten angesetzt, was die Pelletheizung samt Betriebskosten über 20 Jahre zum Preissieger machen würde. Allerdings könnte die höhere Förderung (in der Grafik sind 50 Prozent der Maximalsumme eingetragen) – je nach tatsächlicher Förderhöhe – die in den Betriebskosten nur wenig teurere Wärmepumpe preislich noch attraktiver machen.
„Jeder Liter Heizöl, der durch heimische Energie ersetzt wird, reduziert die Abhängigkeit von internationalen Märkten und macht den Wärmesektor widerstandsfähiger – gegenüber Preisschwankungen und geopolitischen Risiken. Das zeigt sich am Ende auch im Geldbeutel der Verbraucher“, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Wie der Krieg im Iran zeigt, gewinne die Frage nach Versorgungssicherheit zunehmend an Bedeutung.
