ÖkoFen erweitert sein Produktsortiment um einen Batteriespeicher, der im Zusammenspiel mit dem integrierten Hybrid-Wechselrichter ein „wärmeintelligentes“ Gesamtsystem für Strom und Wärme realisieren soll.
Zum Konzept gehören neben Batteriespeicher, Hybrid-Wechselrichter und Wallboxen die in Österreich entwickelte GreenBox, die das Kernelement des Gesamtsystems bildet. Sie verknüpft und steuert Batteriespeicher, Wärmepumpe, Pelletheizung, Überschuss-Elektroheizstab, PV-Anlage und E-Auto-Ladestation. Dabei analysiert sie Stromverbrauch sowie -erzeugung und versucht, den Wärmebedarf zu antizipieren.
„Viele Stromspeicher orientieren sich bei der automatischen Regelung nur an der Stromerzeugung. Dabei macht Wärme 60 bis 70 % des Energieverbrauchs im Haushalt aus, ist also extrem wichtig für ein intelligentes Energiemanagement“, argumentiert Stefan Ortner, Geschäftsführer von ÖkoFen. Das Batteriesystem mit dem „Wärmeintelligenz-Plus“ sei daher ein logischer Schritt. Es berücksichtige vorausschauend zugleich Elektrizität und Wärme und verbessere auf diese Weise Eigenverbrauch und Systemeffizienz.
Um Lade- und Entladevorgänge zu steuern, kann die GreenBox Wetterdaten, Sonnenverlauf, Strombörsenpreise und Verbrauchsprognosen nutzen und mithilfe KI-gestützter Algorithmen analysieren. In Kombination mit dem neuen Batteriespeicher, der eine Speicherkapazität von 7,7 bis 30,7 kWh aufweist, und dem integrierten Hybrid-Wechselrichter mit einer Leistung von 6 bis 20 kW entsteht ein System, das alle Hauptverbraucher im Haushalt zentral regeln kann. Die Anlage ist nach Angaben des Herstellers standardmäßig auch schwarzstartfähig (also in der Lage, ohne Netzstromversorgung hochzufahren) und notstromfähig.

Mit dem neuartigen Gesamtsystem reagiere das Unternehmen für erneuerbare Heizsysteme auf die sinkende Einspeisevergütung von PV-Strom und die seiner Ansicht nach bisher mangelnde Abstimmung zwischen Strom- und Wärmesystemen im Haus. Das System eigne sich vor allem für Gebäude mit PV-Anlagen, Wärmepumpen oder Pelletheizungen mit Überschuss-Elektroheizstab. Es ist laut Anbieter modular aufgebaut, erweiterbar und auch mit bestehenden PV-Anlagen kombinierbar. Zur Datenvisualisierung und Steuerung steht die App myPelletronic zur Verfügung. Über sie lassen sich Heizung, der Batteriespeicher sowie die E-Ladestation des Herstellers zentral bedienen.
