Am 3. Januar 2026 verstarb der langjährige Firmenchef Klaus Grohe im Alter von 88 Jahren. Der jüngste und dritte Sohn des Firmengründers Hans Grohe wurde am 3. April 1937 in Aachen geboren. Nach seinem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Bern und zahlreichen beruflichen Praktika trat er 1968 als Prokurist und Vertriebsleiter in den väterlichen Betrieb ein.
Fast fünf Jahrzehnte bestimmte Klaus Grohe die Geschicke des Schiltacher Unternehmens, als geschäftsführender Gesellschafter, ab 1999 als Vorstandsvorsitzender und von 2008 bis 2015 als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Mit seinen visionären Ideen, seinem unerlässlichen Tatendrang und seiner steten Kundenorientierung habe er das Familienunternehmen zu einem Global Player der Sanitärbranche entwickelt. Er habe es geliebt, Brausen und Armaturen bis ins kleinste Detail zu perfektionieren. Bereits Anfang der 1980er Jahre habe er ein professionelles Marketing im Unternehmen integriert. Mit seinem Weitblick, seiner Weltoffenheit und seinem zupackenden Pragmatismus sei er Wegbereiter der Marken Axor und Hansgrohe gewesen.
Als Chef zum Anfassen habe Klaus Grohe grundsätzlich auf Privilegien verzichtet und sich schon in den 1980er Jahren für umweltbewusstes Denken und Handeln engagiert. „Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte“, sagt Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. „Er hat das Fundament für den weltweiten Erfolg der Unternehmensgruppe gelegt und die DNA von Hansgrohe maßgebend geprägt.“
Richard Grohe, ältester Sohn von Klaus Grohe, Mitglied des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE und Geschäftsführer der Syngroh Beteiligungsgesellschaft, ergänzte: „Klaus hinterlässt ein menschliches und unternehmerisches Lebenswerk von unbeschreiblicher Fülle.“ Er habe das Familienunternehmen von Grund auf neu erfunden und zu einer Größe geführt, die sich damals niemand vorzustellen vermochte. „Damit hat er Wohlstand in die Region, aber auch an viele andere Orte der Welt gebracht. Er hat eine Großfamilie gegründet und uns erfolgreich gelehrt, wie man diese zusammenhält – über Persönlichkeiten, Generationen und Ländergrenzen hinweg.“ Anstand und Werte habe er nicht nur selbst vorgelebt, sondern auch weitergegeben.
