Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.

Elektroinstallation in der Vorwand

Auch oft nachträglich einbaubar: Ein Elektroheber am UP-Spülkasten für den 12-V-Anschluss ermöglicht eine berührungslose Spülauslösung oder eine programmierbare Hygienespülung. Bild: Geberit

Bei der Planung und Installation sanitärtechnischer Einrichtungen werden Hygiene, Barrierefreiheit, Komfort und ein ansprechendes Design zunehmend wichtiger – auch am WC-Platz. Elektroleitungen sind mit Blick auf den Sanitärbereich heute ebenso wichtig wie Versorgungs- und Entwässerungsleitungen, im privaten sowie im halböffentlichen und öffentlichen Bereich.

Elektroinstallation in öffentlichen Sanitärräumen

In öffentlichen und halböffentlichen Sanitärräumen schafft eine Elektroinstallation am WC die Voraussetzung für eine berührungslose Auslösung der Spülung. Sind die Voraussetzungen gegeben, sorgen diese stromabhängigen Produkte für mehr Komfort und Hygiene und unterstützen dabei, weniger Ressourcen zu verbrauchen.

Dazu zählen auch Hygienespülungen, die sich mit dem Unterputzspülkasten kombinieren lassen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserhygiene, weil sie Stagnationen bedarfsgerecht und wirtschaftlich verhindern können. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen mit einer Vielzahl an Spülprogrammen. Zudem lassen sie sich in die Gebäudeautomation einbinden. So ist eine zentrale Steuerung, Kontrolle und Dokumentation aller eingebundenen Sanitärapparate möglich.

Elektroinstallation im Privatbad

Im privaten Bad ist Strom an der Toilette ebenfalls eine Grundvoraussetzung für den Einbau zusätzlicher Funktionen, die Komfort und Hygiene steigern, beispielsweise mit einem Dusch-WC. Einige Modelle bieten sogar die Option eines Orientierungslichtes oder eine Geruchsabsaugung. Ist ein Stromanschluss vorhanden, lässt sich das DuoFresh von Geberit, das mit fast allen Sigma-Betätigungsplatten kombinierbar ist, auch später nachrüsten.

Voraussetzung für den Einbau der Komforteinrichtungen sind die Freiräume in der Wand, die sowohl für die Sanitär- als auch die Elektrotechnik genutzt werden können. Dabei ist es wichtig, dass bereits bei der Planung ausreichend Platz für Leerrohre und weiteres Zubehör geschaffen wird.

Geberit hat die Power & Connect Box für alle elektrobezogenen Produkte am WC-Platz entwickelt. Sie dient der Vorbereitung von Netzanschlüssen von AquaClean-Dusch-WCs und erleichtert auch den Einbau anderer Komfortfunktionen, wie zum Beispiel einer Geruchsabsaugung. Die Box wird an zentraler Stelle zugänglich –  jedoch nicht sichtbar – hinter der WC-Keramik platziert: im Zwischenraum unterhalb von Spülwassereinlaufrohr und WC-Ablaufstutzen. Damit sind die Weichen gestellt für eine einfache Installation von einem Stromanschluss am WC.

Zwischen Spülwassereinlaufrohr und WC-Ablaufstutzen: Für die Power & Connect Box ist eine Rohbaubox (weiß) Voraussetzung für anschließbare Leerrohre und die spätere Elektroinstallation. Bild: Geberit
Zwischen Spülwassereinlaufrohr und WC-Ablaufstutzen: Für die Power & Connect Box ist eine Rohbaubox (weiß) Voraussetzung für anschließbare Leerrohre und die spätere Elektroinstallation. Bild: Geberit

Eine qualifizierte Elektrofachkraft verbindet einen Zwischenboden in der Box mit dem 230-V-Netz. Wenn tatsächlich Strom am WC benötigt wird, kann per Plug-and-Play ein 12-Volt-Netzteil werkzeuglos angeschlossen werden, und alle weiteren Elektroprodukte finden hier per Stecker und Kabel Anschluss. Für alle Arbeiten nach der Anbindung ans 230-V-Stromnetz ist keine Elektrofachkraft mehr erforderlich, sodass die Gewerke klar getrennt sind.