Ein zentrales Element der Sanierung eines Fachwerkhauses in Hannoversch Münden war die Nutzung moderner Wärmepumpentechnik unter strengen denkmalpflegerischen Auflagen. Weil die dichte Bebauung in der Altstadt und die strengen Auflagen des Denkmalschutzes keine Außenmontage des Außenmoduls zuließen, wurde es nicht im Freien, sondern im Spitzboden des Gebäudes untergebracht, ohne die Struktur des Gebäudes zu beeinträchtigen.
Die Zuluft stammt aus dem gut belüfteten Spitzboden: Aufgrund der locker liegenden Dachziegel und fehlender Dämmung unter dem Dach ist ein zuverlässiger Luftstrom gewährleistet. Eine aufwendige Luftführung sorgt dafür, dass die Fortluft über ein speziell entwickeltes Kanalsystem abgeführt wird, dessen Luftauslass unter dem Dachgiebel außen wenig in Erscheinung tritt. Ein Dreifach-Sockel mit Schaumstoff und Gummipuffern reduziert Vibrationen und Schall sowie deren Übertragung in die darunterliegenden Geschosse.

Die Kältemittelleitungen führen von dem im Spitzboden platzierten Modul eine Etage tiefer zur Inneneinheit, die im ersten Obergeschoss installiert wurde. Unter der Inneneinheit befindet sich ein 150-Liter-Pufferspeicher, der als Wärmespeicher fungiert und den Sekundärkreis hydraulisch entkoppelt. Für die Wärmeverteilung im Gebäude kommen Plattenheizkörper zum Einsatz, die Eingriffe in die historische Bausubstanz minimieren.
Die technische Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Heizungsfachbetrieb Mikatec aus dem etwa 100 km entfernten Lichtenfels, der für die Planung und Umsetzung verantwortlich war, sowie der in Wuppertal ansässigen CP-Kaut GmbH & Co., dem exklusiven Generalimporteur für Hisense-Klima- und Wärmepumpentechnik in Deutschland. Verwendet wurde ein Modell der Hi-Therma-Serie mit einer Heizleistung von 12 kW – ausreichend für die Beheizung des gesamten Objekts.
