Wie lässt sich ein sanierungsbedingtes Lüftungsdefizit beim Austausch raumluftabhängiger Gasetagenheizungen vermeiden? Eine vom „VfW – Bundesverband für Wohnungslüftung e.V.“ beauftragte Kurzstudie des ITG (Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden) hat bereits im Jahr 2023 darauf hingewiesen, dass beim Ersetzen von raumluftabhängigen Feuerstätten in Wohnungen oder Gebäuden die Nachströmung der Verbrennungsluft entfällt und – gerade wenn auch noch Fenster erneuert werden – ein sanierungsbedingtes Lüftungsdefizit entstehen kann.
Ebenso wie ein sparsames Lüftungsverhalten, das beispielsweise von steigenden Heizkosten motiviert sein kann, begünstige dies eine Erhöhung der Raumluftfeuchte und einen deutlichen Anstieg des Schimmelpilzrisikos. Um Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall vorzubeugen, können dann lüftungstechnische Maßnahmen erforderlich sein: Zum Beispiel eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, die ein Potenzial für Heizenergieeinsparungen von bis zu 69 Prozent bieten kann – ein Thema, das auch heute noch nicht allen Fachleuten der Gebäudesanierung präsent sei.
Am Freitag, dem 4. Juli, zeigt um 11.30 Uhr der VfW-Vorsitzende Christian Bolsmann in einem kostenfreien Online-Vortrag bei der Gesundheitstechnischen Gesellschaft, warum man beim Tausch einer raumluftabhängigen Gasetagenheizung unbedingt über Lüftung nachdenken sollte. Die etwa einstündige Veranstaltung richtet sich an Fachplaner, Energieberater, Fachhandwerker im Bereich Heizung und Lüftung sowie an politisch an den Themen Innenraumluftqualität, Energieeffizienz und Gebäudesanierung interessierte Menschen.
Dipl.-Ing. Christian Bolsmann ist Vorstandsvorsitzender des VfW und Geschäftsführer der getAir GmbH, Mönchengladbach. Als erfahrener Ingenieur und Branchenkenner engagiere er sich seit Jahren für die systematische Etablierung energieeffizienter Lüftungsanlagen und deren Berücksichtigung im Rahmen der Wärmewende. Mit seinem Vortrag will er praxisnahes Wissen vermitteln und Einblicke in Arbeit und Zielsetzungen des Verbandes geben, der seit 2025 Mitglied der Gesundheitstechnischen Gesellschaft ist.
