Pro Tag verbraucht jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich 125 Liter Trinkwasser. 40 Liter davon, lassen sich auf die Betätigung der Toilettenspülung zurückführen. In einer Zeit, in der Wasser ein immer knapper werdendes Gut darstellt, ist dies eine alarmierende Größe. Aus diesem Grund sind intelligente Produkte und Systeme gefragt, die dabei helfen, Trinkwasser einzusparen, beispielsweise mit einem System, das Niederschlag auffangen, reinigen und anschließend als Betriebswasser in das Haus führen kann.
Insbesondere im Ein- und Zweifamilienhaus kann auf diese Weise eine große Menge Trinkwasser eingespart werden – ohne, dass weitreichende bauliche Maßnahmen erfolgen müssten. Mit dem gefilterten Niederschlag kann anschließend sowohl die Toilettenspülung gespeist als auch der Garten bewässert werden.
Funktionsweise einer Regenwassernutzungsanlage
Um Regenwasser als Brauchwasser nutzen zu können, wird in einem System des Behälter- und Anlagenbauunternehmens Dehoust das aufgefangene Regenwasser zunächst gefiltert und anschließend durch einen beruhigten Zulauf in einen Sammeltank geleitet. Zur Aufbewahrung eignen sich Tanks aus lichtdichtem Polyethylen oder Stahl, die eine vermehrte Algenbildung durch Sonnenlicht verhindern und so maßgeblich zum Erhalt der Wasserqualität beitragen.
Die durch den Filter nicht abgefangenen Kleinstpartikel setzen sich, je nach Dichte, an der Wasseroberfläche oder auf dem Tankboden ab. Der beruhigte Zulauf spielt somit eine große Rolle für die Qualität des später entnommenen Wassers. Die Entnahme erfolgt schwimmend durch eine Absaugung mithilfe eines keimhemmenden Spiralschlauchs rund 15 Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass das sauberste Wasser gefördert wird.
Zur komfortableren Nutzung setzt der Regenmanager von Dehoust die technischen Anforderungen an die Trinkwassernachspeisung mittels freiem Auslauf nach DIN EN 1717 im Gebäude um. Die Pumpen und die für die Regenwassernutzung optimierten Durchflusswächter sorgen – in Zusammenhang mit der intelligenten Steuerung – für einen vollautomatischen Betrieb: Bei fehlendem Betriebswasservorrat saugt die Anlage mittels einer Pumpe automatisch Trinkwasser zur Toilettenspeisung.
Für eine autonom arbeitende Regenwassernutzungsanlage sind somit lediglich drei Komponenten erforderlich: eine Zisterne, der Regenmanager sowie ein Anschlussset. planerische Überlegungen, die für die Installation sind. Für die strikte Trennung von Trink- und Brauchwasser muss das abgehende Leitungsnetz doppelt gelegt werden. Im Badezimmer ist also neben einem Warm- und Kaltwasserstrang ein zusätzlicher, zur Toilette führender Betriebswasserstrang notwendig. Die Betriebswasserleitung kann standardmäßig als Mehrschichtverbund- oder Kupferrohr verlegt werden.

Finanzielle Förderung in manchen Gemeinden
Die Zisternen können im Garten oberirdisch wie unterirdisch platziert, oder – sofern die Möglichkeit gegeben ist – im Keller oder der Garage aufgestellt werden. Eine Baugenehmigung ist in keinem Fall erforderlich. Da immer mehr Bundesländer die Trinkwassereinsparung durch die Regenwassernutzung mit Förderungen bezuschussen, sollten jedoch im Vorfeld die möglichen Subventionierungen innerhalb der entsprechenden Gemeinde erörtert werden.
