Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
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DVGW: Grundwasser ist zunehmenden Gefahren ausgesetzt

Der Weltwassertag wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen jährlich am 22. März begangen. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage des Menschen aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“: www.unwater.org.

DVGW-Vorstand Wolf Merkel merkt zum Weltwassertag an: „Grundwasser trägt mit 70 Prozent zur öffentlichen Wasserversorgung bei und ist damit die wichtigste und kostbarste Ressource für die Trinkwassergewinnung. Auch in Zukunft werden ausreichende Mengen an Trinkwasserressourcen verfügbar sein – Deutschland ist weiterhin ein wasserreiches Land. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Grundwasser in Qualität und Quantität zunehmenden Gefahren ausgesetzt ist. Seine Qualität wird beeinträchtigt von Schadstoffeinträgen, wie zum Beispiel Nitrat, sowie Rückstände von Pflanzenschutz- und Arzneimitteln. Die Maßnahmen zum Herausfiltern dieser unerwünschten Einträge sind aufwendig; die Kosten tragen letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher.  Um die Qualität dieser wertvollen Ressource zu sichern, ist es wichtiger denn je, das Vorsorge- und das Verursacherprinzip so zu stärken, damit wirksame Anreize entstehen, Verunreinigungen gar nicht erst ins Grundwasser gelangen zu lassen. Das Naturprodukt Trinkwasser muss unbedingt mit einfachen Verfahren aus Grundwasser zu gewinnen sein. Hierfür ist ein vorsorgender Grundwasserschutz unerlässlich. Der Klimawandel stellt eine Herausforderung im Hinblick auf die Quantität der Wasserressourcen und des Grundwassers dar. Wir müssen heute die Weichen stellen, damit zukünftig genug Wasser für alle Nutzergruppen vorhanden ist. Für die Wasserversorger bedeutet dies, mit angepassten Strategien die Ausfallsicherheit der Versorgung zu erhöhen und die Infrastruktur im Rahmen eines modernen Assetmanagements zu ertüchtigen. Zukünftig müssen darüber hinaus regulatorische Rahmenbedingungen konsequenter umgesetzt werden, etwa die Flexibilisierung des Wasserrechts oder der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung vor anderen Nutzungen müssen weiterhin gewährleistet bleiben.“

Übrigens: Wichtig für die zukünftige Sicherung des Wassers sind auch Innovationen. Die internationale Fachmesse IFAT 2022 ist vom 20. Mai – 3. Juni 2022 in der Messe Münchenein ein attraktives Schaufenster, auf der zukunftsweisende technologische Verfahren ebenso wie neue Produkte und Dienstleistungen für die gesamte Branche ausgestellt werden.