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f-cell: Wasserstoff auf der Überholspur

Neuheiten, Forschung, Networking: Das ist die f-cell in Stuttgart. Bild: Peter Sauber Agentur

Bereits zum 21. Mal haben sich internationale Vertreterinnen und Vertreter der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche in Stuttgart getroffen. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Energizing Hydrogen Business“. Nach dem letztjährigen hybriden Event kamen die Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in diesem Jahr wieder persönlich vor Ort zusammen. Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage in der Branche nach dem direkten Austausch groß und durch digitale Formate nicht zu ersetzen ist. Die f-cell-awards erhielten die Karls Universität in Prag und FAUN Umwelttechnik aus Osterholz-Scharmbeck.

Die Branche wächst, die Investitionen steigen und die Anwendungsfelder für Wasserstoff nehmen zu. Auf der f-cell im Haus der Wirtschaft kamen am 14. und 15. September 2021 mehr als 1.000 Fachleute aus der ganzen Welt zusammen, um sich über die Zukunftstechnologie auszutauschen. „Wasserstoff und die Brennstoffzellentechnik sind keine Nischenthemen mehr“, sagt Klaus Dollhopf (Director Sales Europe) von Eberspächer Vairex. „Mit der Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Vairex wollen wir als Eberspächer Gruppe den Wachstumspfad der Branche hin zur CO2-neutralen Mobilität maßgeblich mitgestalten. Auf der f-cell hatten wir eine herausragende Möglichkeit uns im neuen Set-Up erstmals einem breiteren Fachpublikum zu präsentieren und Gespräche auf hohem fachlichen Niveau zu führen.“ Dr. Matthias Jurytko, CEO und Managing Director bei cellcentric, dem 50:50 Brennstoffzellen Joint Venture der Daimler Truck AG und Volvo Group, sagt: „Auf der f-cell treffen verschiedene Techniken und Anwendungsbereiche aus der Branche an einem Ort zusammen. Durch die Diskussionen und Cross-Talks können wir alle voneinander lernen und profitieren.“ Auch Peter Sauber, der die Fachveranstaltung 2001 ins Leben rief, ist weiterhin von Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie überzeugt: „Die Branche ist in den letzten Jahren stark expandiert, die Entwicklung kennt nur eine Richtung. Es macht mich stolz, dass mein Team und ich die f-cell als ein erfolgreiches internationales Event etabliert haben.“ Ab 2022 wird sich Peter Sauber als Veranstalter der f-cell zurückziehen. Fortan wird die Veranstaltung von der Messe Stuttgart organisiert und durchgeführt.

Auch in diesem Jahr fand am ersten Abend der Veranstaltung die Verleihung der f-cell Awards statt. Mit dem Preis werden Innovationen und Produkte gewürdigt, welche die Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche nachhaltig prägen und vorantreiben. In der Kategorie „Research & Development“ hat die Fakultät für Mathematik und Physik der Karls Universität Prag den Award erhalten. Der Titel der Einreichung lautet „Structural modification of Proton Exchange Membrane: Toward stable, low-iridium loading water electrolyzer”. Der Award in der Kategorie „Products & Markets“ ging an die FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Osterholz-Scharmbeck mit dem Projekt “BLUEPOWER – hydrogen fuel cell drive trains for a climate-neutral goods and cargo transport”. Überreicht hat die Auszeichnungen Dr. Ulrich Maurer, Abteilungsleiter Energiewirtschaft im Umweltministerium Baden-Württemberg. Das Ministerium sowie die Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart unterstützen den f-cell Award seit vielen Jahren.

Bei der diesjährigen 24-Stunden-Wasserstoff-Challenge im Vorfeld der f-cell setzte sich das Team „Weiter mit Wasserstoff“ gegen die Konkurrenz durch. Ziel der Wettfahrt ist es, innerhalb von 24 Stunden mit dem eigenen Wasserstoff-Auto unter anderem möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Insgesamt nahmen 18 Teams an dem Wettbewerb teil.

Die nächste f-cell wird vom 4. bis 5. Oktober 2022 auf der Messe Stuttgart stattfinden. Hier findet die f-cell den Platz und die Räumlichkeiten, um der gestiegenen Nachfrage nachzukommen.