Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
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Primagas: Hilfe in Hochwasser-Katastrophengebieten

Sprunghaft angestiegen ist die Nachfrage nach Flüssiggas in den vergangenen Wochen beim Flüssiggas-Versorger Primagas. Zahlreiche Betroffene melden sich bei der Hotline der Krefelder, die sofort nach der Flut- und Hochwasserkatastrophe eingerichtet wurde. Die Geschädigten möchten nun ihre nicht mehr funktionstüchtigen Öl-Heizungen durch Flüssiggas-Anlagen ersetzen. Ebenso groß ist die Nachfrage nach Flüssiggas als Zwischenversorgung in den kalten Monaten für Privathaushalte, Kommunen, Krankenhäuser oder Schulen. Denn in Teilen des Landes wird der Wiederaufbau der Infrastruktur und Energieversorgung bis in das neue Jahr dauern. Gemeinsam mit SHK-Fachhandwerksbetrieben arbeitet Primagas mit Hochdruck daran, allen Betroffenen schnell zu helfen.
„Die Nachfrage ist in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen“, sagt Thomas Landmann, Verkaufsdirektor bei Primagas. „Das bekommen auch unsere Partner, die Heizungsbauer, deutlich zu spüren. Gemeinsam versuchen wir zurzeit, den Ansturm zu bewältigen und jedem einzelnen zu helfen. Denn wir wollen verhindern, dass die Menschen in den Katastrophengebieten ohne Heizung und Warmwasser dastehen, wenn es kälter wird.“ Flüssiggas als Alternative zur zerstörten Ölheizung – das empfehlen auch Experten. Denn Flüssiggas ist netzunabhängig und lässt sich schnell und unkompliziert bereitstellen. „Viele Heizungsbauer wissen das selbstverständlich längst, aber haben vielleicht Berührungsängste, weil sie noch keine Erfahrung mit dem Aufbau einer Flüssiggasversorgung haben“, so Landmann. „Eben diese Heizungsbauer können uns jederzeit kontaktieren. Wir helfen auch ihnen, wo wir können.“ Primagas übernimmt die Kundenberatung vor Ort in Bezug auf Behältergröße, Standort sowie die Auslegung der Anlage und baut die Rohrleitung bis hin zur Hauptsperreinrichtung. Außerdem unterstützt Primagas das SHK-Fachhandwerk mit kompletten Installationspaketen für die jeweilige Anlage: Alle nötigen Teile sind derzeit auf Lager und lieferbar. Der Versorger kümmert sich darüber hinaus um die Anlieferung des Behälters, die Abnahme der Flüssiggas-Anlage mit allen Prüfunterlagen und übernimmt die Einweisung des Kunden. Flüssiggas ermöglicht eine Gasversorgung überall dort, wo kein Anschluss ans Erdgasnetz vorhanden ist. Im ländlichen Raum ist es eine Alternative zu Heizöl. Flüssiggas setzt bei der Verbrennung kaum Ruß oder Asche und so gut wie keinen Feinstaub frei. Geeignet ist konventionelles Flüssiggas, das in oberirdischen oder erdgedeckten Tanks außerhalb des Hauses gelagert wird, auch für hochwassergefährdete Gebiete, weil es nicht wassergefährdend ist und rückstandslos verdampft. Hochwassersichere Tanks, die fest auf einer Bodenplatte verankert sind, erfüllen die besonderen Anforderungen in Überschwemmungsgebieten. Außerdem erzeugt Flüssiggas bei der Verbrennung deutlich weniger CO2 als Heizöl. Biogenes Flüssiggas (BioLPG) verursacht sogar bis zu 90 Prozent weniger klimaschädliches CO2 als herkömmliches Flüssiggas. Der regenerative Brennstoff wird aus organischen Rest- und Abfallstoffen sowie nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Seit 1. November 2020 erkennt ihn das Gebäudeenergiegesetz (GEG) als nachhaltige Energie-Alternative für Neubauten an: Kombiniert mit bewährter Heiztechnik erfüllt der Brennstoff die im Neubau vorgeschriebenen Nutzungspflichten für erneuerbare Energien. In Brennwertthermen muss der BioLPG-Anteil dazu mindestens 50  Prozent betragen. Beim Einsatz in KWK-Anlagen sind es 30 Prozent. Verglichen mit fossilen Energieträgern definiert das GEG einen geringeren Primärenergiefaktor (PEF) für biogenes Flüssiggas. Der PEF für den BioLPG-Anteil beträgt 0,7 beim Einsatz in Brennwertthermen, in KWK-Anlagen gilt der PEF 0,5 für den BioLPG-Anteil. Aufgrund der geringeren PEF erreichen Bauherren mit biogenem Flüssiggas und moderner Heiztechnik Effizienzhausstandards schneller.
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