Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
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FHRK: Prüfgrundlagen Ringraumdichtungen publiziert

Jedes Gebäude muss gegenüber dem Erdreich gas- und wasserdicht sein. Das gilt auch für die Durchführung von Rohren und Kabeln. Als Lösung haben sich hier DVGW zertifizierte Ringraumdichtungen bewährt. Beim Einrichten der Schalung, beim Betonieren, beim Verdichten der Baugrube und durch Gebäudesetzungen sind diese Dichtungen aber starken Kräften ausgesetzt. Um zu gewährleisten, dass Ringraumdichtungen dennoch dicht sind, hat der Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel, FHRK, Prüfgrundlagen entwickelt.

Ringraumdichtungen bestehen aus einem EPDM-Gummielement zwischen zwei Pressplatten aus Stahl oder Kunststoff.  Durch Zusammenpressen der Platten weicht das Gummielement seitlich aus und drückt sich innen fest an die Leitung und außen an die Durchdringung.  Für die Sanierung bestehender Gebäude sind teilbare Ringraumdichtungen am Markt.Mit den FHRK-Prüfgrundlagen (www.fhrk.de/qualitaetssiegel/pruefgrundlagen/) lässt sich die Dichtigkeit von Ringraumdichtungen unter Einbaubedingungen prüfen.  Die Prüfgrundlagen beschreiben damit auch die Randbedingungen, unter denen Hauseinführungen einzubauen sind. Bei sachgerechtem Einbau halten geprüfte Ringraumdichtungen die auftretenden Kräfte aus, ohne ihre Dichtigkeit zu verlieren.  Darüber hinaus ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen chemische, thermische und elektrische Beanspruchungen nachgewiesen. Nach bestandener Prüfung erhalten die Ringraumdichtungen das FHRK-Qualitätssiegel. Zusätzlich empfiehlt der Fachverband Mindestbreiten nach FHRK-Standard. Für die verschiedenen Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 und Bauweisen der Kellerwände und Bodenplatten können Planer die erforderliche Mindestbreite unter www.fhrk.de/planung/mindestbreiteringraumdichtung oder in der FHRK-Planungshilfe ablesen. Das Qualitätssiegel des FHRK sowie die Einhaltung der Mindestbreiten von Ringraumdichtungen verleihen Planern, Anwendern und Auftraggebern die Sicherheit, die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.