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von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
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SHT Verbandstag des Fachverbandes SHK Mecklenburg-Vorpommern in Rostock

Landesinnungsmeister Martin Ratzke (li) eröffnet den Verbandstag. Dr. Stefan Rudolph (re) , Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und Axel Hochschild (unten), Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, sprachen ebenfalls zum Verbandstag des Fachverbandes SHK Mecklenburg-Vorpommern in Rostock.


Die Fachtagung fand im Ostseesaal des Radisson Blu in Rostock statt.

Verbandstage sind absolute Höhepunkte im Verbandsleben und dienen mit einer gezielten Auswahl an berufspolitischen und fachspezifischen Schwerpunktthemen der unternehmenspolitischen Ausrichtung der Inhaber und leitenden Verantwortlichen der Handwerksunternehmen.
Beim Verbandstag des Fachverbandes SHK Mecklenburg-Vorpommern am 30. Juni 2017 in Rostock standen neben politischen Weichenstellungen, wie sie im Klimaschutzplan 2050 getroffen wurden und deren Herausforderungen für die SHK-Branche, deshalb u. a. auch Themen, wie die Novellierung des Baurechts sowie die Energieeinsparverordnung im Vordergrund.
Letztlich sollen Verbandstage aber auch Tage der Begegnung unter Kolleginnen und Kollegen sein. In diesem Sinne rundeten ein ebenso ansprechendes Begleitprogramm für die Frauen und ein gemeinsamer Festabend zum 25-jährigen Jubiläum der Gas-Gemeinschaft mit Musik von „Papermoon“ den erfolgreichen Tag ab.

Die Ehrengäste und Grußredner waren Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, und Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

In seinem Grußwort ging Staatssekretär Dr. Rudolph besonders auf die Beziehung zwischen der Energiewende und des SHK-Handwerks ein. Eine erfolgreiche Energiewende müsse nach seiner Ansicht das sog. energiepolitische Dreieck erfüllen: 1. Versorgungssicherheit, 2. nachhaltige Energien und 3. müsse alles bezahlbar bleiben. Dabei stehe ein weiterer wichtiger Fakt für ihn fest: Ohne das Handwerk wird es keine Energiewende geben.
„Der Landesverband engagiert sich stark für Zukunftsthemen die uns alle angehen, vor allem im Bereich der Energiewende. Ob altersgerechtes Bauen oder effizientes Heizen: das SHK-Handwerk spielt bei der Bewahrung einer intakten Umwelt und der Versorgungssicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle im Land. Unser Handwerk gehört zu den Pionieren der deutschen Energiewende. Professionelles Handwerk und erfolgreiche Energiewende sind zwei Seiten einer Medaille“. (Zitat von Dr. Stefan Rudolph in der Pressemitteilung 221/17 des Ministeriums zum Verbandstag)
Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl stellte Axel Hochschild heraus, welche wesentlichen Forderungen das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern an die Politik hat. Erstens wird eine moderne Infrastruktur benötigt, sowohl im Verkehr als auch beim Internet, damit die hiesige Wirtschaft auf neuen Feldern wachsen kann. Zweitens sollen nachhaltige Energiekonzepte mit Augenmaß umgesetzt werden und die Energiepreise dürfen nicht weiter steigen. Drittens darf es keine Steuerpolitik zulasten der kleinen Betriebe geben. Viertens bleibt eine zentrale gemeinsame Herausforderung die Fachkräftesicherung. Eine Stärkung der dualen Ausbildung ist daher dringend erforderlich. Und fünftens, müssen Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern attraktiv sein, ohne dabei den ländlichen Raum zu vergessen.
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