Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
SHK+E

Veranstaltungsreihe zur Trinkwasserhygiene

Die Veranstaltungsreihe des Forums „Sichere Hausinstallationen“ rund um das Thema Trinkwasserhygiene ist sehr erfolgreich gestartet und hat bereits über 350 Teilnehmer angezogen. Für die restlichen Termine sind noch einige wenige Plätze frei.

Die Trinkwasserhygiene muss sichergestellt sein. Nachlässigkeiten in diesem hochsensiblen Bereich sind weder bei Planung und Installation noch im Betrieb erlaubt. Doch wie hoch muss der Aufwand hierzu wirklich sein? Hilft viel wirklich viel? Wie immer bedarf es der qualifizierten Erfahrung des Fachmanns, um im einzelnen Anwendungsfall die richtigen und wichtigen Entscheidungen treffen zu können. Genau hierauf baut die vom Forum „Sichere Hausinstallationen“, ein Zusammenschluss der Firmen REHAU, GRUNDFOS und JUDO, ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe zur Trinkwasserhygiene auf.
Im Rahmen der Veranstaltung wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, welche Notwendigkeiten, aber auch welche Spielräume bei der Planung, Installation und Betriebsweise von Trinkwasserinstallationen möglich sind. Manfred Erk, Seminarleiter der REHAU Akademie erläutert dabei die Möglichkeiten der Leitungsführung, verbunden mit der Aufgabenstellung der bedarfsgerechten Dimensionierung und der erforderlichen Wärmedämmung. Den Abschluss dieses Vortrags bildet die Fragestellung, wie viel Zirkulation wird eigentlich gebraucht. Dies ist der Einsatzpunkt für Oliver Weckerle, Seminarleiter der GRUNDFOS GmbH. Er erläutert, wie Hocheffizienzpumpen arbeiten und welche Möglichkeiten bestehen, über die Zirkulationsleistung und Pumpenleistung Rückschlüsse auf die Trinkwassertemperatur und Trinkwasserqualität zu ziehen. So lassen sich Pumpen sehr gut in die Gebäudeleittechnik eines Gebäudes integrieren. Diese Daten tragen maßgeblich zu einer optimalen Wartungs-, Instandhaltungs- und Hygieneplanung bei.
Doch wie sieht es eigentlich mit der Wasserhärte und der Korrosivität des Trinkwassers aus? Wie viel können Leitungssystem, Armaturen und Pumpen aushalten? Planer und Installateure müssen die örtliche Wasserbeschaffenheit genau kennen, um bereits in der Planungsphase die richtigen Entscheidungen zu treffen und zu erkennen, ob gegebenenfalls eine Aufbereitung notwendig ist. Genau das ist das Schwerpunktthema von Claus Sperber, Seminarleiter der JUDO GmbH. Wo liegen Möglichkeiten aber auch Grenzen der Wasseraufbereitung? Was macht Sinn und was ist Unsinn? Der Erfahrungsaustausch in den Pausen und die vielen Gespräche im Bereich der Produktausstellungen zeigen, dass es hier durchaus einen großen Informationsbedarf gibt – gerade weil es keinen Königsweg gibt.
Den Abschluss des Seminars gestaltet Dr. Hendrik Hunold, Fachjurist für Baurecht aus der Kanzlei Leinemann und Partner. Einprägsam wird aufgezeigt, welche Bedingungen durch das BGB und die VOB klar bestimmt sind und welche Konsequenzen dies für TGA-Planer und Fachhandwerker hat. Weiterhin erhalten die Teilnehmer klare Empfehlungen zum Umgang mit Unsicherheiten bei Verträgen. Hilfreich sind die klaren Informationen, an welcher Stelle eine unmissverständliche Benachrichtigung an den Auftraggeber zu erfolgen hat. Dies zeigt, Bedenken an der richtigen Stelle anzuzeigen, ist nicht schädlich für die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, sondern richtig ausgeführt sogar förderlich und unabdingbar.

Anmeldung noch möglich
Nach den erfolgreich absolvierten Stationen in Würzburg, Ingolstadt, Bielefeld und Aachen, bei welchen schon über 350 Teilnehmer begrüßt werden konnten, wird die Veranstaltungsreihe nun wie folgt fortgesetzt:

– 02.03.2016, Kaiserslautern
– 16.03.2016, Leipzig
– 17.03.2016, Erfurt

Eine direkte Anmeldung ist unter www.sichere-hausinstallation.de möglich. Einige wenige Plätze sind noch frei.