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Grohe Erfolgsgeheimnis Kartusche


(Bild: Grohe)

Kartuschen sind das Herzstück jeder Armatur und ein Wunderwerk der Mechanik. Als einer der wenigen Hersteller weltweit produziert das Sanitärunternehmen GROHE alle Kartuschen für seine Armaturen selbst und setzt dabei auf langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung. Aber woher genau stammen die GROHE Kartuschen und welche Eigenschaften zeichnen sie besonders aus?

Das Zentrum der GROHE Kartuschen befindet sich am Standort Hemer. Hier produziert das Unternehmen unterschiedliche Kartuschenvarianten für die Armaturenproduktion weltweit in den Größen 28, 35, 46 und 56 Millimeter. Diese kommen je nach Armaturendurchmesser und Zapfstelle sowie nach benötigten Durchflusseigenschaften zum Einsatz. So hat GROHE in diesem Jahr seine bisher filigranste Armatur mit einer 28-Millimeter-Kartusche auf den Markt gebracht: Essence in S-Größe, die mit einer Auslaufhöhe von 111 Millimetern und einem zierlichen Hebel sowohl durch Bedienkomfort als auch durch perfekte Proportionen überzeugt.
Pro Jahr kann GROHE in Hemer bis zu 5,4 Millionen Kartuschen mit einer Größe von 46 Millimetern produzieren und 4,8 Millionen Kartuschen in 35-Millimeter-Größe. Alle in Hemer gefertigten Kartuschen bestehen aus hochwertigen Präzisionsbauteilen. An zwei vollautomatischen Fertigungsstraßen, die jeweils drei Arbeiter pro Schicht bedienen, setzen Maschinen die Einzelteile in Maßarbeit zusammen. Alle Teile müssen einem hundertprozentigen Drucktest mit 16 bar standhalten und werden genauestens kalibriert. Schon kleinste Abweichungen würden die Meisterleistung der Kartuschen schmälern.

Weltraumerprobte Materialien

GROHE Kartuschen haben eine Besonderheit, die keine andere Kartusche besitzt: Sie bieten das unvergleichliche GROHE SilkMove® Erlebnis, das eine seidenweiche Leichtgängigkeit des Bedienhebels und eine sensible Feinsteuerung von Wassermenge und -temperatur ermöglicht. Dieser außergewöhnliche Bedienkomfort entsteht durch das Zusammenspiel von mehr als zehn hochwertigen Komponenten einer jeden Kartusche. Wichtigster Bestandteil sind zwei Scheiben aus einer weltraumerprobten Keramiklegierung, die in Präzision übereinander gleiten. Ihre spiegelglatten Oberflächen werden bereits bei der Fertigung mit einer speziellen Schmiermittelschicht mit Teflon-Technologie gefettet. Mikrofeine Poren in der Keramiklegierung dienen als Schmiermittelreservoir, wodurch die Scheiben ein Armaturenleben lang geschmeidig bleiben.
Und wie funktioniert die Kartusche im Innern der Armatur? Der Bedienhebel ist über ein solides Verbindungselement mit den Keramikscheiben verbunden und überträgt dadurch seine Bewegung auf das Steuerteil. Das Anheben des Hebels gibt in der Kartusche den Wasserweg frei, durch die Schwenkbewegung ändern sich die Mengenanteile von Warm- und Kaltwasser. Für die Bedienung des Hebels sind auch nach Jahren der Nutzung nur die gleichen niedrigen Betätigungskräfte nötig – ein Pluspunkt, durch den sich GROHE Armaturen von anderen abheben.
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