Zeitschrift für Planung, Berechnung und Ausführung
von sanitär-, heizungs- und klimatechnischen Anlagen.
Grundfos

IFA 2015: E-Branche treibt Digitalisierung voran

Die IFA 2015 steht einmal mehr im Zeichen der Digitalisierung. Die Elektrobranche treibt diese wie keine zweite voran und schafft so zahlreiche neue Handlungs- und Geschäftsfelder, für die hoch qualifizierte Fachkräfte gefragt sind. Sie müssen – entsprechend dem Motto des gemeinsamen Messeauftritts von VDE, ZVEH und ZVEI – fit sein für die digitale Welt.
Der Grundstein hierfür wird bereits in der dualen Ausbildung gelegt. Doch das Thema Qualifizierung ist während der gesamten Karriere von immenser Bedeutung: Ob Elektroingenieur, Techniker, Meister oder Geselle – wer es versäumt, sein Know-how stetig an die aktuellen Entwicklungen und Trends anzupassen, wird im Wettbewerb ins Hintertreffen geraten.

E-Branche lockt mit attraktiven Geschäftsfeldern
Auf der IFA zeigen die drei Elektroverbände, was den Reiz von Aus-, Fort- und Weiterbildung in der E-Branche ausmacht. Viele spannende Themen warten auf die Fachkräfte – sei es im Rahmen der Energiewende, rund um das Smart Home oder bei der digitalen Vernetzung von Gebäuden.
Mit der Wahl dieses Schwerpunkts unterstreichen VDE, ZVEH und ZVEI den Stellenwert der beruflichen Qualifizierung. Gemeinsames Ziel ist es, zum einen den Nachwuchs für eine Karriere in der E Branche zu begeistern, zum anderen aber auch erfahrenen Fachkräften vor Augen zu führen, wie sich mit neu hinzugewonnenen Kompetenzen zusätzliche Geschäftsfelder und persönliche Entwicklungschancen erschließen lassen.

Stimmen der Verbandsvertreter:

Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des VDE:
Der Fachkräftemangel und die Qualifizierung für interdisziplinäre Themen wie Smart Home sind große Herausforderungen für die Zukunft. Die meisten unserer Mitgliedsunternehmen beklagen, dass die Fachkräfte stetig älter werden und zu wenig Jüngere nachrücken. Und es reicht nicht, nur die entsprechende Fachrichtung im Ingenieur-Studium oder in der dualen Ausbildung zu absolvieren. Wichtig ist auch, über den Tellerrand seiner Fachrichtung hinauszublicken und sich in andere Bereiche einzuarbeiten.

Dipl.-Ing. Lothar Hellmann, ZVEH-Präsident:
27.000 offene Fachkräftestellen im E-Handwerk sprechen eine eindeutige Sprache. Die Rekrutierung von kompetentem Fachkräftenachwuchs ist daher eine der vordringlichsten Aufgaben der elektrohandwerklichen Organisation. Ebenso fördern wir aber auch die Weiterqualifizierung im Berufsleben: Wertvolle Bausteine können beispielsweise Schulungen zum Energieeffizienz-Fachbetrieb oder zum Gebäudesystemintegrator sein.

Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung:
In der Elektroindustrie steigen der Bedarf an Fachkräften und der Anspruch an ihre Qualifikationen. Belegschaften werden älter, der Nachwuchs knapper. Pro Jahr sind über 12.000 offene Stellen mit Ingenieuren der Elektrotechnik zu besetzen. Junge Menschen für einen „Job mit Spannung“ zu begeistern ist wichtig. Mindestens genauso wichtig für unsere Unternehmen und den Standort Deutschland ist die Weiterbildung der bereits engagierten Mitarbeiter. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Digitalisierung, wie etwa Industrie 4.0, spielt die Qualifizierung der Fachkräfte eine essentielle Rolle.
www.vde.com