Bette
Härtetest für Dichtkomponenten

Das Prüfbecken für die drei verschiedenen Dichtungssysteme von Bette für Bade- und Duschwannen und der Sandsack für dynamische Beanspruchungen im Labor von Kiwa. Der Versuchsbericht bestätigt Dichtigkeit ohne Silikonfugen auch nach einer robusten Versuchsführung.
Bild: Kiwa


Zum Nachweis der Wasserdichtigkeit seiner Dichtkomponenten hat Bette die Kiwa-Gruppe für die Prüfung vom BetteDichtsystem, BetteEinbausystem Universal und BetteZarge jeweils ohne Silikonfugen beauftragt. Dieser Nachweis wurde auf der Grundlage einschlägiger europäischer Richtlinien für die Zulassung von Abdichtungen für Nassräume erbracht. Ein detaillierter Prüfbericht des Zertifizierungs- und Qualitätsprüfungsspezialisten Kiwa liegt vor.

Hintergrund für die Prüfung ist die Neufassung der Abdichtungsnormen für Bauwerke und hier insbesondere die DIN 18534-1, die für die Bereiche unter und hinter Bade- und Duschwannen spezielle Maßnahmen wie Wannendichtbänder und Zargen fordert. Seit Juli ist die Norm gültig.
Für die Laborversuche hat Kiwa ein Prüfbecken in Anlehnung an die ETAG 022, Anhang A aufgebaut. In dieses hat Bette seine Produkte gemäß eigener Einbauvorschrift für Dichtsysteme eingebaut. Die ETAG 022 ist eine Leitlinie für die technische Zulassung von Abdichtungen für Wände und Böden in Nassräumen, die für den europäischen Raum gilt. Die Prüfung dient zur Bewertung der Leistungsfähigkeit der Dichtsysteme, wenn sie Wasser und mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Bei der Ausführung kommen alle vom Hersteller zugelassenen Befestigungs- und Abdichtungsvarianten zum Einsatz. Auf Fliesenbelag, Fliesenkleber und Fugenmaterial wurde hier in Gänze verzichtet, um eine direkte Prüfung der Dichtmaterialien zu gewährleisten. Insbesondere wird auch die Fuge zwischen Wannenrand und Bodenbereich nicht mit Silikon gefüllt, wodurch die Abdichtsysteme direkt mit Wasser beansprucht werden.
Die Erstbeaufschlagung der Abdichtungssysteme mit Wasser erfolgte nach sieben Tagen Trocknungszeit. Beim Prüfablauf erfolgt zunächst eine Besprühung mit wechselweise auf 90 und 10 °C temperiertem Wasser über 100 Zyklen. Es folgen 1500 Zyklen mit wechselweise auf 60 und 10 °C temperiertem Wasser. Die extremen thermischen Bedingungen der Versuchsführung sollen den Alterungsprozess abbilden. Nach der Besprühung erfolgt eine dynamische Belastung mit einem 30 kg schweren Sandsack, der von einer Fallhöhe mit 45 cm in das Prüfbecken fällt. Hier werden jeweils drei Wiederholungen an fünf verschiedenen Stellen des Prüfbeckens ausgeführt. Am Schluss erfolgt eine Flutung des Prüfbeckens über sieben Tage mit einer Wassersäule von 10 cm. Die Dichtsysteme von Bette erwiesen sich über die komplette Versuchsdauer als dicht, was im Prüfbericht Nr. 2.1/11168/0360.0.1-2017 von Kiwa bestätigt wird. Die von Bette zugelassenen Dichtkomponenten vom Einbausystem Universal, BetteZarge und BetteDichtsystem erfüllen somit die Vorgaben der neuen Abdichtungs-Norm.
www.bette.de