VQC: Mehr Baugenehmigungen als im Vorjahr

 Verfasst am 07.02.2019

Startschuss zum Eigenheim: Fast 315.200 Baugenehmigungen wurden von Januar bis November 2018 erteilt. Bild: vqc

Von Januar bis November 2018 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 315.200 Wohnungen erteilt. Das teilte jetzt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit*.

Damit wurden laut der Wiesbadener Statistiker 0,5 Prozent oder 1.600 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahreszeitraum erteilt. Einen besonders großen Zuwachs erfuhren dabei Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen (+ 4,5 Prozent). Dagegen ist Zahl der die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 0,5 und für Zweifamilienhäuser um 5,2 Prozent zurückgegangen.

Um die große Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland decken zu können, werden nach Einschätzung des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e. V. (VQC) jedoch in den kommenden Jahren weit mehr Anstrengungen nötig sein. „Das im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbarte Ziel, bis 2021 eineinhalb Millionen Wohnungen zu bauen, könne laut VQC mit der derzeitigen Geschwindigkeit nicht erreicht werden. Dafür wären jährlich der Bau von 375.000 zusätzlichen Wohnungen nötig. Ein Ziel, das im vergangenen Jahr deutlich verfehlt werden dürfte, auch wenn noch die Dezember-Zahlen abzuwarten seien.

Der spürbare Zuwachs von 4,5 Prozent bei der Schaffung von Wohnraum in Wohngebäuden mit mehr als drei Wohnungen könne nach Einschätzung des VQC hingegen ein Indiz dafür sein, dass besonders in den Ballungsgebieten die Bautätigkeiten anziehen. Dass die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser spürbar rückläufig waren, könnte laut VQC eine Reaktion auf steigende Baupreise sowie Handwerkermangel, besonders in den Zentren sein. Der Fachkräftemangel auf dem Bau dürfte sich jedoch nochmals spürbar verstärken, wenn die von der Großen Koalition anvisierten Maßnahmen so richtig greifen sollten. „Wenn tatsächlich jährlich bis zu 375.000 Wohnungen gebaut werden sollten, könnte die Übernachfrage nach Facharbeitern nachhaltige Konsequenzen – besonders für den privaten Bauherren – haben“, befürchtet VQC-Vorsitzender Udo-Schumacher-Ritz. Die Folge: Weiter stark steigende Baukosten, lange Bauzeiten, aber auch partiell fehlerhafte Bauausführungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund empfiehlt der VQC privaten Bauherren, unbedingt eine zusätzliche unabhängige Qualitätskontrolle. Bausachverständige des VQC begleiten den Bau von Einfamilienhäusern mit System und Präzision und helfen damit, dass für der Bau eines Einfamilienhauses nicht zum unkalkulierbaren Abenteuer wird.

*Die Zahlen beziehen sich auf eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 23 vom 17. Januar 2019.

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