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BWP: Appell an die neue Bundesregierung

 Verfasst am 16.04.2018

Der BWP-Vorstandsvorsitzende Paul Waning fordert eine Entlastung der Stromkunden im Sinne der Umsetzung der Klimaziele.

Solange sich im Strompreis alle Kosten der Energiewende sammeln, lohnt sich eine CO2‐Einsparung für Verbraucher und Unternehmen wirtschaftlich nicht. Deshalb appelliert die Wärmepumpen-Branche in ihrer diesjährigen „Banzer Erklärung“ an die neue Bundesregierung, endlich für faire Wettbewerbsbedingungen im Wärmemarkt zu sorgen und treten für die Entlastung der Stromkunden im Sinne der Klimaziele ein.

Die deutsche Wärmepumpen-Branche fordert von der neuen Bundesregierung eine spürbare Entlastung der Strompreise, um die Wärmewende voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen. In der Banzer Erklärung, die die Führungskräfte der Wärmepumpen‐Branche auf ihrer alljährlichen Klausur verabschiedeten, fordert sie, die Stromsteuer zu senken und das EEG teilweise aus Steuermitteln zu finanzieren. Nur so könne Deutschland seine Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz behalten.

„Abgaben, Steuern und Umlagen treiben den Strompreis in die Höhe. Die Stromrechnung eines Wärmepumpen-Kunden geht durchschnittlich zu 62 Prozent an den Staat ‐ während fossile Brennstoffe kaum belastet werden“, erklärt der BWP-Vorstandsvorsitzende, Paul Waning. „Wir brauchen dringend eine strategische Ausrichtung der Energiepolitik. Hauptaufgabe muss es sein, dafür zu sorgen, dass sich CO2‐Einsparungen für Verbraucher und Unternehmen wirtschaftlich lohnen und dass sie bei notwendigen Investitionen für ein klimaschonendes Heizsystem unterstützt werden. Es gibt viele positive Ansätze im Koalitionsvertrag, z. B. das Bekenntnis zum Klimaschutzplan und die Verbesserung der Förderung. Das alles ist wichtig, aber eben nicht ausreichend. Wir werben dafür, diese Lücke im Koalitionsvertrag durch konkretes Regierungshandeln zu füllen“, so Waning weiter.

Seine Vision der Wärmewende legt der BWP zudem in einem neuen Positionspapier dar, in dem er dafür wirbt, Sektorkopplung vor allem als Instrument zur Dekarbonisierung heute weitgehend fossil geprägter Märkte, wie z. B. den Wärmesektor, zu verstehen. Durch die Nutzung von Strom werde die Erfolgsgeschichte der Energiewende im Strommarkt auf den Wärmesektor übertragen. Sektorkopplung sei mehr, als Überschussstrom zu verwenden – den es in einem integrierten Energiesystem auch gar nicht gäbe.

Einen besonderen Stellenwert räumt der BWP dabei dem Thema Stromeffizienz ein. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel: „Wind und Sonne stehen uns zwar scheinbar unbegrenzt zur Verfügung. Wir können sie aber nicht unbegrenzt zur Energiegewinnung nutzen. Aus diesem Grund muss darauf geachtet werden, den zusätzlichen Strombedarf durch die Sektorkopplung möglichst klein zu halten.“ Eine Wärmepumpe kann mit derselben Menge an Erneuerbarem Strom fünf bis sieben Mal mehr Wärme bereitstellen, als eine Methanisierungsanlage (Power-to-Gas) mit anschließender Verbrennung.

Positionspapier des BWP zur Wärmewende: https://www.waermepumpe.de/politik/sektorkopplung/

http://www.waermepumpe.de