AEE: Marktwachstum für solare Wärmenetze

 Verfasst am 15.04.2018

Die Förderer und Veranstalter der 5. Konferenz zur solaren Fernwärme freuen sich über gute Marktperspektiven und die hohe Teilnehmerzahl. Bild: Klima- und Energiefonds, Wien

Beflügelt von 35 Prozent jährlichem Marktwachstum in Europa diskutierten rund 350 Branchenexperten auf der fünften internationalen Konferenz für solare Fernwärme im österreichischen Graz den Stand der Technik und Strategien zur weiteren Marktentwicklung.

Sonnige Aussichten sehen die Wissenschaftler und Branchenvertreter auch für die kommenden Jahre. Werner Lutsch, Präsident des europäischen Fernwärmeverbandes Euroheat&Power, erwartet, dass die Solarthermie 2018 erstmals einen Beitrag von mehr als einer Terawattstunde (1 TWh entsprechend 1 Mrd. Kilowattstunden) zur Fernwärmeversorgung beitragen wird. Im Jahr 2050 soll der Anteil der leitungsgebundenen Solarwärme nach Einschätzung von Experten auf 240 Terawattstunden wachsen, was dann 15 Prozent des gesamten europäischen Fernwärmebedarfs entsprechen soll. Angesichts des durchschnittlichen Wachstums der vergangenen fünf Jahre von jeweils 35 Prozent, sieht Lutsch die Solar- und die Fernwärmebranche auf gutem Weg zu diesem Ziel.

Gute Fortschritte macht dabei nicht mehr nur das Vorreiterland Dänemark, wo derzeit bereits in weit über 100 Städten und Gemeinden Solarthermieanlagen einen Beitrag zur Fernwärmeversorgung leisten – meist zwischen 15 und 60 Prozent. Auch beispielsweise in Österreich, Deutschland, Frankreich, Schweden ist die seit Jahrzehnten bewährte Technologie der netzgebundenen Solarthermie stark im Kommen. Das Spektrum der realisierten Anlagen reicht dabei von der Quartiersversorgung in städtischen Wohngebieten, über Solar- Bioenergiedörfer, in denen im Sommer die gesamte Wärmelast von der Sonne gedeckt wird, bis zu gigantischen Freilandanlagen mit bis zu 100 Megawatt Leistung wie im dänischen Silkeborg.

http://solar-district-heating.eu/NewsEvents/SDHConference2018.aspx

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