Passivhaus Institut: 22. Internationale Passivhaustagung

 Verfasst am 26.03.2018

Die 23. Internationale Passivhaustagung findet 2019 in China statt.

Die Redner im vollbesetzten Saal des historischen Maximilianeums in München machten eines deutlich: An der Energieeffizienz liegt es definitiv nicht, dass die Baukosten in den vergangenen Jahren gestiegen sind. 

Das Bayerische Wirtschaftsministerium war Schirmherr und gleichzeitig Gastgeber der 22. Passivhaustagung in München. Zum Programm gehörten sieben Exkursionen mit insgesamt über 400 Teilnehmern. Auf der Besuchsliste für die Stadt München stand unter anderem der energieeffiziente Anbau an das historische Maximilianeum aus dem Jahr 1874. Der Passivhaus-Anbau beherbergt auch den Bayerischen Landtag. Weitere Exkursionen führten die Teilnehmer ins Allgäu, nach Augsburg sowie nach Innsbruck. Der Gründer des Passivhaus Instituts, Prof. Wolfgang Feist, lehrt heute an der Universität Innsbruck energieeffizientes Bauen. Die Universität war auch Mitveranstalter der Passivhaustagung in München.

In München erhielten zahlreiche Teilnehmer der Tagung Zertifikate, darunter für Passivhaus- Projekte sowie für die Weiterbildung zum Passivhaus-Berater, -Planer und -Handwerker. Zu den zertifizierten Passivhaus-Projekten gehören das Hochhaus „Bolueta“ im spanischen Bilbao, das derzeit das höchste zertifizierte Passivhaus-Gebäude der Welt ist, sowie ein Wohnhaus in Zaragoza. Weitere Zertifikate gingen an die Baubeteiligten von Projekten im schwedischen Göteborg, im kanadischen Vancouver und Quebec, in China, München und Rumänien.

Das Passivhaus Institut vergab einen Component Award, den die Europäische Union im Rahmen des Projekts AZEB (Affordable Zero Energy Buildings) förderte. Diesmal erhielten kostengünstige Lösungen zur Wohnungslüftung die Auszeichnung. Den ersten Platz des Component Award 2018 teilen sich die Firmen Pluggit und Vaventis für gut integrierbare und kostengünstige Lösungen besonders für kleine Wohneinheiten. Den zweiten Platz teilen sich die Firmen Pichler und bluMartin für ein gebäudezentrales bzw. ein dezentrales, fassadenintegriertes Lüftungskonzept.

Zusätzlich fanden in München zahlreiche Workshops und internationale Veranstaltungen statt. Dazu gehörte auch das Treffen von internationalen politischen Entscheidungsträgern, passenderweise im Passivhaus-Wohnprojekt wagnisART im Münchner Domagkpark. Auch für Hochschulen bot das Passivhaus Institut einen Erfahrungsaustausch an. Planer erhielten in auf sie zugeschnittenen Vorträgen Tipps für den Drahtseilakt zwischen Normen und Energieeffizienz.

Zum Abschluss sorgte das Passivhaus Institut für eine Überraschung bei den über 1.000 Teilnehmern: Die 23. Internationale Passivhaustagung findet 2019 in China statt. Aber auch in Deutschland wird es im nächsten Jahr eine Tagung zum energieeffizienten Bauen und Sanieren im Passivhaus-Standard geben. In Heidelberg findet die Konferenz „Besser bauen“ statt. Am 3. und 4. Mai 2019 bietet das Passivhaus Institut dazu Workshops und Vorträge an. Auch Passivhaus-Projekte in der Region werden bei der Konferenz in Heidelberg besucht.

Weitere Informationen unter http://www.heidelberg.passivhaustagung.de.

http://www.passiv.de