Frauenhofer ISI: Anteil Erneuerbarer Energien wird steigen

 Verfasst am 13.03.2018

Laut einer kürzlich veröffentlichten  Studie des Fraunhofer ISI für das Europäische Parlament ist ein Anteil von bis zu 35 Prozent Erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch bis 2030 ist durchaus realistisch.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat für die Studie „Renewable Energy Directive Target“ zusammen mit Enerdata und SQ Consult untersucht, welche Auswirkungen ein höherer Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf Wirtschaft und Gesellschaft hätte. Nach Auswertung aller Faktoren kommen die Autorinnen und Autoren der Studie zu dem Schluss, dass ein Anteil Erneuerbarer Energien zwischen 30 und 35 Prozent am gesamten Energieverbrauch bis 2030 ökonomisch realisierbar ist. Die Auswirkungen auf Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigung und Gesundheit wären insgesamt gering, aber zumeist positiv. Auch im Hinblick auf Brennstoffimporte und Treibhausgasemissionen wären positive Effekte zu erwarten.

Bei einem EE-Anteil von 30 bis 35 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch steigt der Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor auf über 50 Prozent. Für die Integration steigender Anteile Erneuerbarer Energien in das Stromsystem muss dieses hinreichend flexibel sein, beispielsweise durch flexible Nachfrage sowie flexible Erzeugungsanlagen und Speicher. Eine vor kurzem veröffentlichte Analyse des Fraunhofer ISI zeigt, dass für einen EE-Anteil von knapp 30 Prozent im Strombereich (2016) die gegenwärtig bestehende Flexibilität des Systems gut ausreicht.

http://www.isi.fraunhofer.de