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70. VIK-Jahrestagung: Mit der Industrie zum Klimakonsens

 Verfasst am 22.11.2017

Bild: VIK

 

Bei der 70. VIK-Jahrestagung diskutierten kürzlich in Berlin fast 200 Experten, Wirtschaftsvertreter und Politiker zum Thema „Dekarbonisierung: Nur mit der Industrie zum Klimakonsens“.
„Der VIK hält es gerade in der aktuellen Situation für entscheidend, Flagge hier in Berlin zu zeigen“, sagte VIK-Hauptgeschäftsführerin Barbara Minderjahn zur Eröffnung der Veranstaltung. Angesichts von gescheiterten Sondierungen zu einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene bedürfe es einer Intensivierung des Dialogs von Industrie und Politik.
„Wir als Industrie müssen Antworten auf drängende Zukunftsfragen wie Klimaschutz und Energiewende geben – erst recht in politisch bewegten Zeiten wie diesen“, betonte auch Dr. Roland Mohr, Vorsitzender des VIK-Vorstands in seiner Eröffnungsrede der VIK- Jahrestagung. Er verwies auf das aktuelle Diskussionspapier des Verbandes zur Dekarbonisierung und erläuterte dessen Zukunftspotential.Gewarnt wurde in der Diskussion vor nationalen Alleingängen Deutschlands – die Industrie und vor allem die energieintensiven Unternehmen bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen. Zukunftsfähig seien nur eine Balance von Klimaschutz mit Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Zugleich bestand Einigkeit bei der Podiumsdebatte, dass die Gespräche über eine „Jamaika“-Bundesregierung letztlich nicht an Energie- und Klimafragen gescheitert sind.
Leonie Gebers von der Industrieabteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die BMWi-Staatssekretär Matthias Machnig aufgrund der Politik-Lage vertrat, bekräftigte in der Keynote: Dekarbonisierung müsse bezahlbar und versorgungssicher sein. Deutschland müsse als Industriestandort erhalten bleiben. Zugleich forderte sie jedoch die Wirtschaft auf, tatkräftig an der Entwicklung zur treibhausneutralen Gesellschaft aktiv mitzuwirken.
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