4. IRES-Symposium: Diskussionen um Speichertechnologien

 Verfasst am 20.11.2017

Experten fordern Speicher als CO2-freie Flexibilitäten für die Energiewende
Das IRES-Symposium (20. November 2017) stand ganz im Zeichen der vorangegangenen Weltklimakonferenz (COP23), auf der sich die weltpolitische Elite in Bonn um die Erreichung der Pariser Klimaziele bemühte. Auch in Berlin forderten am Montag Experten aus Energieforschung, Politik und Verwaltung die Dekarbonisierung des Energiesektors durch einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien und diskutierten die Wirkungen einer einheitlichen CO2-Bepreisung.
Das Tagesprogramm der Veranstaltung bot einen facettenreichen Einblick in den aktuellen Stand der Wissenschaft sowie die politische Diskussion um die Speicherung erneuerbarer Energien. Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer (Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik, RWTH Aachen) bot einen Überblick zu den relevanten Speichertechnologien sowie zu deren Anwendungsfeldern und Systemintegration. Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung legte den Fokus auf Speicher als CO2-freie Flexibilisierungsmöglichkeiten: „Wir brauchen flexiblere, dezentrale Strukturen, auch auf regionaler Ebene. Versorgungssicherheit geht auch mit Solar, Wind, Biomasse und Wasserkraft – und mit den entsprechenden Speichern. Der Kohleausstieg muss dabei gesetzlich verordnet werden.“
Speichertechnologien, wie Batteriespeicher, thermische Speicher und Power-to-X Technologien dienen der Flexibilisierung des Energieversorgungssystems und können dementsprechend zum Ausgleichen der volatilen erneuerbaren Energien eingesetzt werden – im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken jedoch flexibel, schnell und CO2-frei. Daher gelten Speicher, vor allem im Zusammenhang mit Sektorenkopplung, als Kernelement einer erfolgreichen Energiewende.
Der Ausbau alleine reiche jedoch nicht: „Wenn wir die nationalen und internationalen Klimaschutzziele erreichen wollen, müssen wir die Anstrengungen in der Klimapolitik verstärken“, forderte Andreas Löschel, Professor für Energie- und Ressourcenökonomik, an der Universität Münster.

Die 12. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2018) wird vom 13. bis zum 15. März gemeinsam mit der Energy Storage Europe auf dem Gelände der Messe Düsseldorf stattfinden. Im Rahmen der Energy Storage Europe findet unter der Schirmherrschaft der EnergieAgentur.NRW auch eine Sonderschau zum Thema „Sektorenkopplung“ statt.
www.eurosolar.org
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